ausblenden > Talk
Bankenkrise
fränk:
--- Zitat von: Patrick am März 04, 2009, 22:55:57 ---Sagen wir's mal so: schenken tut Dir keiner was. Wenn eine Versicherung ein gewisses Risiko absichern soll und sonst nichts, dürfte das auch in Ordnung sein (wobei man hier wirklich das Kleingedruckte genau lesen und das Kauderwelsch verstehen muß, sonst könnte es sein, daß die Versicherung ihren Zweck verfehlt).
--- Ende Zitat ---
Ich will nix geschenkt haben.
Ich will eigentlich nur das, was mir "versprochen" (also wirklich die Versprechen des Verkäufers, das was er mir gesagt hat und von dem ich nicht weiß ob es irgend wo niedergeschrieben wurde) auch gerne bekommen.
Ich habe die Angst, dass ich mich einer Sicherheit hingebe, die keine ist.
Ich habe probiert die Verträge zu verstehen. Ich schaffe es nicht. Dazu kommt dann noch das, was nicht in den Verträgen steht, aber dennoch Anwendung findet.
Ich habe halt einen Mix aus Altersversorgung und Risikoabdeckung.
Wenn ich 20 Jahre vor Renteneintritt arbeitsunfähig werde, wird die Versicherung, die für die Abdeckung dieses Risikos, Monat für Monat einige Hundert Euro erhält, sowieso nicht zahlen und mich stattdessen klagen lassen.
Die Rechtsschutzversicherung wird dafür nicht aufkommen, weil die eine Krähe der anderen kein Auge aushackt und die beiden Versicherungen wahrscheinlich sogar zum selben Konzern gehören.
Die Rentenversicherungen (gesetzlich oder privat spielt keine Rolle) werden eine Tages nicht mehr existent sein, Garantien sind dann mit ⅔-Mehrheit zur Geschichte gemacht worden und zusätzlich habe ich einen Verwandten von dem keiner was wusste, aber für dessen "Hartz XII" ich aufkommen muss.
Tja, das einfache Sparbuch, oder besser der Sparstrumpf haben schon was. Sie wirken sehr sicher. Man hat seine Kohle keinen halbseidenen A6-Fahrern anvertraut und versteht immer alles.
Für die Altersversorgung werde ich mir das ernsthaft überlegen.
Vielleicht ist es sinnvoller, die Kohle, die ich in den letzten Jahren einbezahlt habe abzuschreiben, zusätzlich noch etwas drauf zu zahlen, damit ich aus den Verträgen komme und mir einen Safe zu kaufen.
Für die Risiken wie Arbeitsunfähigkeit und Krankheit muss ich mich einem Konzern hingeben und hoffen.
Das alles wäre eine Aufgabe für die Politik.
Eine ernsthafte Verbraucherschutzpolitik mit verständlichen Verträgen, mit der Pflicht für die Versicherer im Zweifelsfalle erst einmal zahlen zu müssen.........
Diese Politik würde genau so ein großartiger Erfolg, wie ein Internet- oder Handytarifanbieter mit verständlichen Tarifen ohne Fallen.
elafonisi:
--- Zitat von: fränk am März 05, 2009, 07:51:09 ---Das alles wäre eine Aufgabe für die Politik.
Eine ernsthafte Verbraucherschutzpolitik mit verständlichen Verträgen, mit der Pflicht für die Versicherer im Zweifelsfalle erst einmal zahlen zu müssen.........
Diese Politik würde genau so ein großartiger Erfolg, wie ein Internet- oder Handytarifanbieter mit verständlichen Tarifen ohne Fallen.
--- Ende Zitat ---
Ein schöner Traum, aber leider nur ein Traum. Und es wird ewig ein Traum bleiben.
Florian:
Tja, ein Safe hat aber halt das Problem, daß die Inflation - wohin sie tendiert steht in den Sternen - am Geld knabbert. Das wird ständig unterschätzt. Nehmen wir mal eine noch recht moderate Rate von 2,5%, haben 10.000 Euro in 20 Jahren noch eine Kaufkraft von ungefähr 6100 Euro!
Bei vier Prozent Zinsen, unter Berücksichtigung von Abgeltungssteuer und Freibetrag: ca. 21 900 Euro. Minus Inflation immer noch ein Kaufkraftgewinn.
Zu den Versicherungen kann ich nichts sagen, aber wie die Leute hier verarscht werden, kann man ja den Medien entnehmen.
fränk:
Inflation ist ein Problem.
Also erst einmal ein Haus bauen, das Gesicht straffen lassen, 'ne Pumpe in den Schwellkörper einarbeiten lassen... also Dinge die einen bleibenden Wert habe.
Zu der Verzinsung von Kapital fällt mir noch ein Freund ein.
Der hat vor ca. 12 Jahren 100.000,-- DM in hochriskanten Aktiengeschäften angelegt.
Weil es so gut lief, hat er ständig von seinem guten Einkommen, zugeguttert.
Zwischenzeitlich war er längst Millionär.
Er hat weiterhin sparsam gelebt und von seinem Kapital nix angerührt. Er war für ihn weg, tabu! Selbstverständlich das man es nur beobachtet, evtl. umschichtet aber niemals nicht etwas davon entnimmt.
Nach dem ersten großen Crash vor (?) sechs oder acht Jahren, war alles weg. Er hatte weniger als die eingezahlten 100.000,-- DM.
Am Tiefpunkt wieder eingestiegen.
Mit dem was er hatte + (wie schon damals) geliehenem Geld.
Und wieder ging es ab wie Schmitts Katze!
Und nun?
Wieder alles am Arsch.
Es kostet Nerven, es bringt den Banken reichlich Gebühren aber bedroht nicht die Existenz meines Freundes.
Er hat immer wieder eine güldene Nase für die absolut, 100% richtigen Knallerpapiere.
Bei einer ernsthaften Kontrolle allerdings, hat sich seine Kohle exakt so entwickelt wie die Aktienindizies.
Weniger als 2% besser oder schlechter als sich alles andere entwickelt hat.
Und, was wird er demnächst tun?
Wieder mit mächtigem Erfolg einsteigen! ;D
FOX:
Manchmal muss man schon etwas von möglichen Gewinnen einstreichen. Sonst macht das alles überhaupt keinen Sinn. Als ich früher mit meinen Hausfrauen-Aktienpaketen gut in der Gewinnzone war, habe ich zumindest immer die Hälfte abgeschöpft. Ich war mit Nokia mal 500% im Plus - da habe ich dann den doppelten Einsatz rausgeholt und den Rest stehen lassen. Danach kann eigentlich passieren was will - es geht dann relativ Spurlos an einem vorüber.
Das hätte dein Kumpel auch so machen sollen...
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln