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Bankenkrise
Florian:
--- Zitat von: Jochen am Dezember 30, 2008, 11:16:05 ---Oder waren die schon bekannt ?
--- Ende Zitat ---
Du meinst das Bankdirektoren von ganz weit her kommen? ;D
Danke für den Link, recht erleuchtend. :D
radneuerfinder:
"Wie krank muss ein System sein, das noch 70 Milliarden US-Dollar an Boni bezahlt, also etwa zehn Prozent des amerikanischen Rettungspaketes, während Banken reihenweise untergehen oder unter die Fittiche des Staates fliehen. Setzt man die Zahlungen ins Verhältnis zu dem Wertverlust, den die Aktien vieler Banken seit Jahresbeginn zu verzeichnen haben, so sollten Banker ihre Bonizahlungen der letzten Jahre auf Heller und Pfennig zurückbezahlen. Wer so wirtschaftet, hat keine zusätzlichen Gehälter verdient. Manager, wie der Lehman-CEO Richard Fuld, haben sich sogar noch zusätzliche Boni gesichert, als das Unternehmen schon pleite war. Eine wahrhaft einzigartige Dreistigkeit, die ihresgleichen sucht und nur noch als Finanz-Kannibalismus bezeichnet werden kann. Anstatt sein Unternehmen Kaufinteressenten aus Südkorea oder China zu einem für die Aktionäre noch erträglichen Preis zu verkaufen, ließ er das Unternehmen in Rekordzeit untergehen. In einer nicht mehr zu überbietenden Dekadenz haben Boni-Hascher das Weltfinanzsystem an den Abgrund geführt."
Mehr von dem Zeug:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29385/1.html
Chucky:
@ radneuerfinder: Der letzte Satz beschreibt das ganze Dilemma ziemlich gut. Wobei hier in Europa nicht ganz so dreist vorgegangen worden ist. Wenn ich denke, dass beispielsweise in Österreich, der Generaldirektor der Erste Group aus seinen Bonus verzichtet hat, erscheinen die Amis wirklich dreist. Gut, der CEO der Erste Group verdient so auch nicht ganz so schlecht, aber es stellt für mich ein anderes vorgehen dar, als jenes in den USA. Ausserdem lässt sich die Schlagzeile "Treichl verzichtet auf 80% seines Gehalts" marketingtechnisch ganz gut verkaufen ;)
elafonisi:
Neulich habe ich irgendwo gelesen, dass allein die Deutschen Banken Papiere für rund 300 Milliarden € in den Bilanzen stehen haben, die quasi wertlos sind. :o Wenn die Institute die notwendigen Wertberichtigungen vornehmen würden, wären sie praktisch pleite - Rettungspaket hin oder her. Aber irgendwann müssen die Tatsachen ja mal an die Sonne. Ist das nicht eine strafbare Insolvenzverschleppung? Wir haben hier ja anscheinend ein paar Leute aus dem Finanzsektor, stimmen diese Zahlen tatsächlich?
Dale:
Darauf gebe ich auch keine direkte Antwort. Unschön (aber hoffentlich nicht vielsagend): Ein weiterer Chef des Bankenrettungsfonds tritt zurück
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