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Der Musikthread
Florian:
Ich meinte auch nicht die Pressung sondern die Arbeit des Musikproduzenten. Wenn der Sound also eh schon matt auf die Scheibe kommt. Gewollt (Kunst?) oder ungewollt. Da habe ich doch so einige, v.a. aus dem Punk/Hardcore-Bereich. Aus 'nem Ochsenschwanz wird eben keine Krawatte mehr, da kann man noch so viele Euros in die Anlage stecken.
Und heute hat man dann keine vernünftige Dynamik, weil alles für MP3 und schlechte Kopfhörer und Autoradios produziert wird - Hifi ist tot! - was soll die Anlage da noch rausholen? Leider ist dieser Mist nicht nur im Mainstream-Pop zu finden, sondern selbst in manchen Jazz-Produktionen.
M.E. sind wir weiter vom Live-Sound weg als früher. Kann aber auch Einbildung sein und man hielt die Schwächen der Platte für Live-Feeling.
fränk:
Ich höre im Wohnzimmer Internetradio, Radio über Sat, streame Spotify vom iPad oder Schallplatte. Alles in Stereo und ohne „Klangverbesserungen“.
Unabhängig von der Qualität der technischen Produktion, klingt Internetradio (128kBit) wirklich flacher als Spotify (320kBit).
Radio über Sat (wenn ich jetzt richtig gegoogelt habe 2.048kBit) klingt klasse und die Schalplatte klingt sehr unterschiedlich.
Ein knackende und knisternde Platte macht keinen Spaß und je nach Qualität der Pressung klingt so eine Scheibe mindestens so gut wie Spotify, meistens aber besser.
Gleich kommt hier die Vinyl-Version von Bowies Blackstar an.
Das ist so ein bisschen wie früher, wo ich kurz aus der Berufsschule abgehauen bin, um der erste sein zu können, der das neuste Stones-Album besitzt. Oft hat's den Aufwand nicht gelohnt. ;)
Florian:
Ich habe mal wirklich einen Blindtest gemacht und ganz grob gesagt kann ich bei entsprechenden Stücken sehr starke Kompression von verlustfreier unterscheiden. Bei normaler Radiomusik stoße ich schon an Grenzen, weil die Lieder eh so simpel sind und prima zu komprimieren. Ich kann schlechte Kopfhörer insofern aussieben, dass ich es nicht aushalte, wenn Höhen oder Tiefen zu stark sind bzw. wie sagt man das? Krachen, knistern? Aber recht viel mehr auch nicht.
Ist wahrscheinlich auch eine Frage der Schulung, aber wozu schulen, wenn ich dann nur sehr viel Geld ausgeben muss? :)
fränk:
Ich habe mein Abspielequipment im letzten halben Jahr ziemlich komplett ausgetauscht.
Der Sound ist jetzt besser, als ich es mir erhofft hatte. Ich habe meinen Spaß dran, wenn ich auf einer Platte nun Kleinigkeiten höre, die mir vorher nicht aufgefallen sind. Ich finde es großartig, dass ich im Stereobetrieb nun keinen Subwoofer mehr benötige, weil die Lautsprecher jetzt selber ordentlich Bass liefern.
Das alles macht natürlich die gehörte Musik um keinen Deut besser und Helene Fischer auch nicht erträglicher.
Ich finde es richtig klasse, dass ich mir nun Musik auf Spotify für umme anhören kann und erst dann die LP kaufen kann (bei der neuen Bowie hätte ich das auch so machen sollen ;))
Ich habe am Musik hören meinen Spaß, werde aber trotzdem das Upgraden der Hardware nun beenden.
Bei einem wenige Monate alter Marantz AV-Receiver, hat sich die WLAN-Einheit zerlegt, so was nervt mich.
Bei den Stereo-Verstärkern von früher, konnte so was nicht passieren. ;D
Jetzt brauche ich nur nich einen Sklaven zum Platte rumdrehen und dann bin ich's zufrieden!
Florian:
Ich mache es andersherum und lausche auf meiner uralten Anlage. Meine hüfthohen Stand-Boxen aus den 80ern brauchen auch wirklich keinen Subwoofer, wenn ich den Bass hochdrehe, wackeln die Scheiben auch so.
Ergänzt habe ich über die Jahre einen besseren Plattenspieler und ein mittlerweile lange defektes Airport Express, das sowieso nie richtig funktionierte. Und ja, ein CD-Laufwerk, hatte ich anfangs nicht - weil ich keines wollte.
Braucht halt alles viel Platz, optisch finde ich sie immer noch passend und modern. Bis auf das Kassettendeck, aber die kommen vielleicht auch wieder? :)
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