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fränk:
Die Frage ist, wie groß war/ist der Einfluss der Firmen, auf die Steuergesetze?

Wenn ich nur die aktuelle Debatte um Steuerehrlichkeit verfolge, könnte ich kotzen.
Da erzählen mir der kleine Arbeitnehmer Bayern-Fan, was für ein guter Mensch Uli Hoeneß doch sei und man sollte die Sache nicht so eng sehen, schließlich machen das andere auch.

Es ist leider nicht direkt sicht- und spürbar, was alles nicht vom Staat geleistet werden kann, weil viele Steuern hinterzogen werden.

Zwischen den legalen und den illegalen Steuertricks, möchte ich gar keinen so großen Unterschied machen. Moralisch sind sie alle daneben und nur weil Lobbyisten die einen legal gemacht haben und die anderen (noch) nicht, macht es die einen nicht besser als die anderen.

warlord:

--- Zitat von: MacFlieger am Mai 22, 2013, 08:33:00 ---Ernsthaft: Als normaler Steuerzahler finde ich die geringen Steuerzahlungen nicht gut. Aber: Solange alles legal abgelaufen ist, bin ich nicht auf die Firma sauer, sondern auf die Steuergesetzgebung, die so etwas ermöglicht. Da muss der Hebel angesetzt werden.

--- Ende Zitat ---

Leider eine Meinung, die in der heutigen Zeit äusserst verbreitet ist und mit der so ziemlich alles zu lösen versucht wird. "Oh, da hat einer ein Regelungsschlupfloch entdeckt. Das muss sofort mit noch mehr Regelungen gestopft werden." Während die Gegenseite nun einfach nach dem nächsten Regelungsloch sucht. Ein Kreislauf, in dem sich alle irgendwie im Recht fühlen. Der aber zu nichts anderem führt, als zu immer noch mehr und noch undurchschaubareren Regeln. Und zu immer weniger gesundem Menschenverstand und respektvollem Umgang. Wenn der Compliance Officer zum zukunftsträchtigsten Beruf geworden ist, dann stimmt etwas nicht mehr mit unserer Gesellschaft. Aber ich fürchte, bis sich diese Erkenntnis breiter durchsetzt und liberal kein Schimpfwort mehr ist, braucht es noch viel mehr Compliance Officers und einen noch viel dichteren Regelwald.  :-\

MacFlieger:
Klar, moralisch falsch sind auch legale Steuertricks. Aber übel nehmen kann ich es einer Firma nicht, wenn sie aus bestehenden Gesetzen ihren Vorteil ziehen möchte.

Aber einen Ausweg sehe ich nicht in noch mehr Gesetzen und Regeln. Das führt genau zu dem Verhalten, wie Du es auch beschrieben hast. Eine Vergrößerung des Regelwaldes bringt keinen Fortschritt.
Im Gegenteil müssten die ganzen bestehenden Regeln extrem ausgelichtet und vereinfacht werden.
Genauso wie Du sehe ich da aber nur wenig Hoffnung. :(

Florian:

--- Zitat von: radneuerfinder am Mai 21, 2013, 22:46:05 ---Gemäß Angaben von Apple scheint die Zahl zu stimmen: Zuletzt habe Apple 900 Millionen Dollar weltweit an Gewinnsteuern gezahlt

--- Ende Zitat ---

Meint aber „außerhalb der USA“, denn innländisch hat man 2012 ja scheinbar an die sechs Milliarden Dollar Steuern bezahlt.

In den USA lebt jetzt übrigens - auch wegen dem Fall Apple - die Diskussion um Unternehmenssteuern auf. Nicht nur, wie man sie besser eintreiben kann, auch die Grundsatzfrage steht dort im Fokus; Sind diese überhaupt sinnvoll, wo sie doch am Ende eh die Kunden zahlen?

radneuerfinder:
Ok. Insgesamt zahlt Apple 20% Steuern auf den Gewinn:
http://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/a-901015.html

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