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CO2 Debatte aller Orten

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Patrick:
Es ist schon seltsam, wie durch gezielte Unterschlagung von Informationen Diskussionen losgetreten werden, die bei objektiver Betrachtung völlig hanebüchen sind.

Dazu ein paar Hausaufgaben für unsere Internet-Rechercheure (ich selbst habe keine Zeit dazu):

1. Wieviel CO2 erzeugt weltweit die Industrie absolut und wieviel wird absolut durch PKWs erzeugt? IMHO ist eine Reglementierung der PKWs genauso wirkungsvoll, wie wenn ich ab sofort keinen Tropfen Alkohol mehr trinke in der Hoffnung, daß ich so die Problematik der Alkoholsucht weltweit löse.
2. Gibt es vernünftige Zahlen darüber, wieviel mehr CO2 in der Atmosphäre verbleiben durch die absolut hirnrissige Abholzung der Urwälder Südamerikas zugunsten saftiger argentinischer Steaks und wieviel Methan durch diese Unmengen an Rindviechern in die Atmosphäre gelangen?
3. Gibt es vernünftige Zahlen darüber, wieviel Tonnen Methan durch das langsame Auftauen der Permafrostböden zB in der Tundra in der nächsten Zeit freigesetzt werden?

Und dann noch einen Denkanstoß: eine Begrenzung des CO2-Ausstosses Pro Kopf oder Kilometer im eigenen PKW ist IMHO völlig daneben, da hier das Problem dann nur in andere Bereiche verlagert wird. Auch der ÖPNV und andere Verkehrsmittel belasten direkt oder indirekt die Umwelt mit CO2. Steigen mehr Menschen darauf um, müssen auch mehr Vehikel eingesetzt werden. Ist zwar in der Summe zwar immer noch besser, aber trotzdem sieht die Bilanz dann nicht mehr ganz so rosig aus.

daveinitiv:

--- Zitat von: mathias am März 19, 2007, 11:11:12 ---@daveinitiv: scheint bei dir Pavlovsche Reflexe auszulösen, wenn man einen anderen Standpunkt vertritt als du.

--- Ende Zitat ---

Ach, scheint es das? Ich soll also meinen Standpunkt nicht vertreten können? Dann ist es ein Pawlow'scher Reflex, wenn ich das mache?
Eigenartig deine Vorgehensweise mit dem Argumentum ad personam. Warum du auf eine unsachliche, persönliche Ebene gehst, kann ich nicht nachvollziehen.

Wenn du aber schon in solchen Kategorien arbeiten musst, dann empfiehlt es sich, dass man sich mit der Thematik genauer Auseinander setzt. Einfach den hochwissenschaftlichen Begriff "Pawlow'scher Reflex" zu benutzen, damit stellt man sich mitunter selbst bloß.
Denn das, was du meinst, ist in keiner Art Klassische Konditionierung, sondern höchstens Operante (Instrumentelle) Konditionierung. Meiner Meinung nach passt auch dieser Begriff nicht in eine Diskussion, aber das mag jeder anders sehen, vielleicht versteht auch jeder etwas Anderes darunter.
Möglicherweise benutzt du den Ausdruck ja auch nur idiosynkratisch.


--- Zitat von: mathias am März 19, 2007, 11:11:12 ---ÖPNV, KfZ mit alternativen Motoren (Hybrid, Brenstoffzelle, elektroSolar, etc)
--- Ende Zitat ---

Wenn jemand pendeln muss (und es kann nicht jeder einfach umziehen, wurde hier in dem Thread aber auch schon mal erläutert) und dafür mit dem Auto eine halbe Stunde braucht, dann ist es nicht akzeptabel, wenn man mit dem ÖPN eine Stunde oder länger braucht. Da gibt es auch nicht viel zu debattieren.
Und der Verweis auf KFZ, mit den dementsprechenden Antrieben, da liegt ja schon das Problem, dass nicht jeder mal eben das Geld für solch einen Kauf erübrigen kann.


--- Zitat von: mathias am März 19, 2007, 11:11:12 --- staatl. geförderte Modernisierung der Heizanlage, der Außenisolierung etc. Meinste denn, die Emissionsgrenzwerte für Privathaushalte sind in den letzten 50 Jahren nicht verschärft worden? Versuch mal heute, eine Heizanlage aus den 70ern in Betrieb zu nehmen. Jeder Schornsteinfegermeister würde in schallendes Gelächter ausbrechen.
--- Ende Zitat ---

Es geht nicht darum eine alte Wärmeanlage zu installieren, davon habe ich nicht gesprochen und es ist wohl auch ziemlich klar, dass ich so etwas nicht meine. Es geht um die Häuser, die Anlagen haben, die diese eventuellen Forderungen nicht erfüllen würden.
Der Staat fördert zwar, aber übernimmt nicht alle Kosten. Und es ist nicht jeder in der Lage, solch einen finanziellen Aufwand zu betreiben, einfach weil das Geld nicht da ist. Wenn es in deinem Umfeld nicht der Fall ist und jeder diese Möglichkeit hat, ist das toll, aber es stellt keine Allgemeingültigkeit dar.

Was würde passieren, oder besser, welche Lösung schlägst du vor, wenn, nach deinem Ansatz diese Grenze des CO2 Ausstoßes gekommen ist, der Bürger X sich nicht dieses Fahrzeug kaufen kann und seine Wärmeanlage nicht modernisieren kann und er im September seine "CO2-Punkte" aufgebraucht hat? Dann soll er unbezahlten Urlaub bis zum Jahreswechsel nehmen? Den Winter über nicht heizen? Bin interessiert eine Lösung zu dieser Konstellation zu hören.


--- Zitat von: mathias am März 19, 2007, 11:11:12 ---Welche Grundsätze sollten das denn sein, bitte?

--- Ende Zitat ---

ZB Gleichheitsprinzip, Verhältnismäßigkeitsgrundsatz.

radneuerfinder:
@Patrick, auch ich hab grad nich so viel Zeit, deshalb nur grob:


zu 1. & 2.

   
http://www.learn-line.nrw.de/angebote/agenda21/daten/globus/index.htm

Den KfZ Anteil am Transport schätze ich auf 50 % - also auf 7 % ;D - im Vergleich zu 14 % Industrie. Die Zahlen für Deutschland aus dem Kopf: 18 % Industrie, 18 % KfZ, 50 % Gebäudeheizung. Ohne Gewähr.

außerdem zitierte ich dazu bereits hier:

--- Zitat von: radneuerfinder am März 18, 2007, 21:11:16 ---Betrachtet man die Beiträge emissionsverursachender Prozesse zum Treibhauseffekt global, dann tragen der Energieverbrauch zu ca. 50 Prozent, die Vernichtung und der Raubbau der W?der zu ca. 15 bis 20 Prozent dazu bei. Außerdem kommen 15 Prozent der Treibhausgase aus der Landwirtschaft (Methan durch Rinderhaltung, Reisanbau und Mülldeponien) und bis zu 20 Prozent aus der Anwendung der Chemieproduktion ( FCKW, FKW und Halone) hinzu.
...
Der Ausstoß energiebedingter Treibhausgase in Deutschland liegt sogar weit über 80 Prozent. Quelle

--- Ende Zitat ---

Schnell gemacht ist auch der persönliche CO2 Check. Der sagt Dir auch wie groß der CO2 Anteil deines Autos ist und wie sich dieser Anteil zum Weltdurchschnitt (4,8 t), Deutschlanddurchschnitt (10 t), oder zum Ideal (3 t) verhält. Oder ob es effektiver ist die Wohnung zu sanieren.


Nach Studium diverser Zahlen komme ich nämlich zu der Einschätzung: in Deutschland wäre es die effektivste Maßnahme Altbauten (85 % des Wohnraums) auf Energiesparen zu trimmmen. Davon hört und sieht man erschreckend wenig.

Patrick:
@radneuerfinder: danke, auf Deine Mithilfe hatte ich gehofft. Interessant wäre noch zu wissen, ob bei der Torte tatsächlich alle Treibhausgase zugrunde gelegt wurden oder wieder mal nur das CO2.

Bei Energiegewinnung fällt mir ein, daß die doch tatsächlich vor kurzem irgendwo in deutschen Landen wieder 2 Kohlekraftwerke genehmigt haben. Die Dinger blasen ja nun wirklich überhaupt nix in die Luft, nee...

Ansonsten sehe ich Deine Einschätzung ähnlich: statt wirklich effektive Maßnahmen zu ergreifen gibt's mal wieder nur Reglementierung und Verbote. Ist ja auch einfacher durchzusetzen wie eine Vollisolierung eines Altbaus, das kostet ja richtig Geld.

Locusta:

--- Zitat von: radneuerfinder am März 19, 2007, 16:09:55 ---Schnell gemacht ist auch der persönliche CO2 Check. Der sagt Dir auch wie groß der CO2 Anteil deines Autos ist und wie sich dieser Anteil zum Weltdurchschnitt (4,8 t), Deutschlanddurchschnitt (10 t), oder zum Ideal (3 t) verhält. Oder ob es effektiver ist die Wohnung zu sanieren.
--- Ende Zitat ---



--- Zitat ---Gesamtergebnis:
Persönliche Bilanz
7,79

Durchschnitt Deutschland
10,4

--- Ende Zitat ---

Also ich "darf" noch mehr CO2 verbrauchen, wenns nach dem Rechner geht ;).

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