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    Umfrage

    Wieviel Hubraum hat der Motor des Autos das du nutzt?

    bis 1000ccm
    5 (22.7%)
    bis1400ccm
    2 (9.1%)
    bis 1600ccm
    1 (4.5%)
    bis 2000ccm
    7 (31.8%)
    über 2000ccm
    4 (18.2%)
    besitze/nutze kein Auto (weniger als 2000Km p.A.)
    3 (13.6%)

    Stimmen insgesamt: 20

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #870: September 07, 2021, 21:40:42
    Tja, wir sind Hundehalter, aber seit Jahrzehnten, wie ich meine, verantwortungsvoll. Und zwar haben wir immer die von anderen Leuten aussortierten Hunde und kaufen schon gar keine degenerierten Rassehunde von irgendwelchen Züchtern. Alternative wäre Einschläfern eines gesunden Hundes, was ich nicht nur für unmoralisch halte, sondern auch verboten ist.

    Ja, auch unser derzeitiger Hund bellt mal. Seit fast alle Nachbarn Hunde haben, ist es generell lauter geworden. Ich sag ja, es sind viel zu viele. Gilt auch für Menschen, bei uns waren früher rundum Gärten, jetzt auf drei Seiten bebaut.

    In die Gesamtrechnung müsste dann noch rein, dass Hundehalter zwangsweise mehr an der frischen Luft sind, was der Gesundheit gut tut und die Krankenkassen entlastet. Dann wiederum haben wir die seelischen Probleme von Katzenbesitzern vergessen, denen die Katze auf den Baum gejagt wird und dann vielleicht auch noch die Feuerwehrkosten…

    Ernsthaft: Ich kann nachvollziehen, dass man genervt ist. Vor allem wenn bornierte Hunde-Besitzer dazukommen. Wir gehen halt da, wo möglichst wenig Leute sind, versuchen Konflikte zu vermeiden. Aber auch das wird immer schwieriger. Es ist alles enger geworden bei uns in Oberbayern. Und überall Radler, die komischerweise alle nicht klingeln. Da sollte man wirklich nicht noch immer mehr Hunde dazu tun.

    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #871: September 08, 2021, 06:07:45
    Und überall Radler, die komischerweise alle nicht klingeln

    Vor zwei Wochen:
    Ich komme mit dem Rad, ein Hundehalter mit zwei Hunden an der Leine, mitten auf dem Feldweg, sieht mich kommen, rührt sich aber keinen Meter. Ich bremse ab und sage im Vorbeifahren „nun mach doch mal Platz“ darauf antwortet er: „Dann musst du auch klingeln“.

    Ja, es wird enger. Das Feld, was sich an unseren Garten anschliesst, wird immer mehr zum Flugfeld für Modellflieger. Die „Piloten“ stehen ca. 200m weit weg und mit der Sonne im Rücken fliegen sie dann in die Richtung der Bebauung... extrem nervig. Und die Modellflieger sind nicht weniger verliebt in ihr Hobby, als die Hundehalter mit ihre Liebsten.
    Wir wohnen ca. 10km von einer Großstadt entfernt und ganz in der Nähe gibt es noch ein kleines Rokokoschloss mit Park und viel Wald haben wir auch. Und im Lockdown kamen die Menschen aus der Stadt, bevölkerten Schlosspark und Wald und einige von diesen Besuchern kommen nun wieder, mit Hund, Rad und Flieger. Zudem hat sich der Waldrand als Wohnmobilstellplatz etabliert. Und leider nicht nur als Stellplatz, sonder auch als Campingplatz, es wird gegrillt und die Toilette im Wohnmobil nur ungern genutzt. Die Leiterin des örtlichen Ordnungsamtes ist vermutlich Camperin, Hundehalterin, Modellfliegerin und Fan von Müll im Wald.

    Vielleicht mag ich einfach nur keine anderen Menschen. ;)

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #872: September 08, 2021, 11:11:35
    Zwei Kilometer Abstand würden mir reichen.  8)

    Überhaupt sind das größte Klimaproblem die vielen Menschen und ihr Lebensstil, wozu auch Hunde gehören, die leider nur in Ausnahmefällen zumindest ansatzweise artgerecht gehalten werden.

    Das mit dem Klingeln meinte ich natürlich, wenn sie von hinten kommen oder eben sehr schnell radeln, oft mit elektrischer Hilfe. Wenn man einen Hund spazieren führt, sollte man nicht dabei träumen. Und beim Radfahren auch nicht.

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #874: September 10, 2021, 12:49:20
    https://www.heise.de/news/Studie-Klimaneutralitaet-in-Deutschland-kostet-6-Billionen-Euro-6188554.html

    Aus dem Text:
    Zitat
    Wenn wir den optimalen Pfad beschreiten, können Einsparungen und Einnahmen im Gesamtzeitraum bis 2045 die Kosten der Dekarbonisierung ausgleichen", heißt es

    Was will man mehr?

    Daraus ergibt sich für mich weiterhin die Frage, ob wir nicht einen Riesengewinn hätten haben können, hätten wir früher gehandelt. Stattdessen stehen viele Firmen jetzt erstmal hinter ihren Konkurrenten, v.a. aus Ostasien.
    Beispiel: Bis heute gibt es ein arges Wirrwarr an den Ladesäulen. Wäre es nicht Aufgabe der Politik, dort ganz klar vorzugeben, was wie viel kosten darf und das alle laden dürfen, auch ohne Kundenkarte? Aber das wollte man nicht, denn das Chaos verursacht Reichweitenangst und hilft den deutschen Verbrenner-Herstellern. Wer vorpreschte, wie BMW, wurde allein gelassen und besann sich auf die gewohnten Produkte. Auch die Prämie ist nichts anderes als Schutz der Konzerne vor frechen Startups.
    Gleichzeitig hat man Windturbinen und Solaranlagen ausgebremst anstatt Speichermöglichkeiten zu schaffen und das über Steuern und nicht nur den Strompreis zu finanzieren.

    Politik entscheidet eben doch, wo es lang geht.

    mathias

    • Trompeten statt Raketen!
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #876: September 16, 2021, 19:18:37
    Das ein Hund, wie alle Tiere, auch Klimagase verursacht, ist ja logisch. Einen Hund vegan oder vegetarisch zu ernähren, halte ich für eine Sauerei. Ein Hund würde sich nie für Pflanzen entscheiden, wenn Fleisch daneben steht - ausser er wäre von Klein auf konditioniert. Außerdem furzt er dann sicherlich unaufhörlich - Methan? Sein Verdauungstrakt ist schließlich auf mehrheitlich Fleisch abgestimmt.
    Hm ,also der Hund meines Schulfreundes hat tatsächlich vegetarische Nahrung gekriegt: Haferflocken mit Gemüse, und der sah sehr gesund aus. Blähungen hatte der auch nicht? Egal....
    Ich bin, was den Klimawandel angeht, eher pessimistisch: ohne sehr starke Einbussen in unseren Wohlstand bzw. ohne große Änderungen unserer Lebensgewohnheiten, denke ich nicht, dass die Klimaziele erreicht werden. Um die Welt zu retten, müssten man vermutlich auf einen Stand so um Ende 19 Jh. zurück: keine Kunststoffe, wenig Elektrizität, weniger Konsum, usw. also eigentlich weniger bis gar nichts von allem, Verzicht ist das Zauberwort. Keine Erdbeeren im Winter, keine Südfrüchte aus Spanien, Fleisch nur am Wochenende, kein Pendeln zum Arbeitsplatz, keine Fernreisen mit dem Flugzeug etc.pp.  und weniger Menschen, weniger Internet, weniger Autos....
    _______
    "Gestern ist mir die Milch runtergefallen. Die war nicht mehr haltbar!"

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #877: September 16, 2021, 20:53:05
    Mit dem Methan war nicht ganz ernst gemeint. Trotzdem finde ich es nicht gut, Hunde vegan zu ernähren. Natürlich geht auch mal Getreide/Haferflocken mit Gemüse, aber ausschließlich?

    Naja. Optimistisch bin auch nicht wirklich. Es ginge, aber selbst wenn es hier zulande noch gelingt - aus anderer Sicht ist man an der Misere nicht schuld und hat Nachholbedarf. Das könnte ich jedenfalls gut verstehen.
    Auch kann man nicht wirklich wissen, ob wir nicht längst drüber sind. Das die Welt in 20-30 Jahren „CO2-neutral“ sein wird, kann ich mir schier nicht vorstellen. Das wäre ein Wandel, der es in sich hat. Manches erscheint mir auch schlicht unmöglich, wenn man z.B. im großen Maßstab Altbauten saniert, steigen die Mieten ja uferlos. Verbietet man das Umlegen, saniert wieder keiner.
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #878: September 17, 2021, 06:18:50
    Wenn ich nur kurze Zeit über das Problem nachdenke, kann ich verstehen, warum Parteien Zulauf haben, die das Problem Klimaerwärmung einfach zum Fake erklären.
    Es scheint keinen Ausweg zu geben und dann ist es verständlich, dass das Verdrängen ein einfacher Weg ist.
    Vermutlich müssen wir tatsächlich warten, bis Hamburg (oder wenigstens Westerland) in der Nordsee versunken ist und das Verdrängen nicht mehr so gut funktioniert.

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #879: September 17, 2021, 17:10:09
    Haben aber gar keinen Zulauf mehr, vielmehr stagnieren sie seit Jahren.
    Werden mal die ersten Maßnahmen im Geldbeutel bemerkbar, wird das wahrscheinlich anders.

    Heute ist im SZ-Magazin eine Umfrage unter Erstwählern bebildert. (leider ein Plus-Artikel.)
    Nach der ist mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe bereit, auf Auto, Fleisch, Fliegen und sogar Strom zu verzichten. Nur bei Heizen und Warmwasser sind mehr als die Hälfte nicht bereit. Die sollen aber ja mit Strom bereit gestellt werden… vielleicht gilt Solarstrom nicht als Strom?
    Naja, in dem Alter hat man große Pläne. In Berlin wollen manche Aktivisten so sehr mit den Kanzlerkandidaten sprechen, dass sie in den Hungerstreik sind! Also, da fehlen mir echt die Worte. Früher wollte man die inhaftierten Mit-Terroristen freipressen, heute ist man mit einem Gespräch mit Kandidaten zufrieden, die vielleicht eh nichts zu melden haben.

    Und in anderen Kreisen wird ja nicht nur beim Klima gelogen und verbogen, und generell gerne alles geglaubt, was irgendwelche Idioten von sich geben, aber nix von der Lügenpresse.


    mathias

    • Trompeten statt Raketen!
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #880: September 18, 2021, 12:20:16
    Haben aber gar keinen Zulauf mehr, vielmehr stagnieren sie seit Jahren.
    Werden mal die ersten Maßnahmen im Geldbeutel bemerkbar, wird das wahrscheinlich anders.
    Absolut!

    Heute ist im SZ-Magazin eine Umfrage unter Erstwählern bebildert. (leider ein Plus-Artikel.)
    Nach der ist mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe bereit, auf Auto, Fleisch, Fliegen und sogar Strom zu verzichten. Nur bei Heizen und Warmwasser sind mehr als die Hälfte nicht bereit. Die sollen aber ja mit Strom bereit gestellt werden… vielleicht gilt Solarstrom nicht als Strom?
    Naja, in dem Alter hat man große Pläne. In Berlin wollen manche Aktivisten so sehr mit den Kanzlerkandidaten sprechen, dass sie in den Hungerstreik sind! Also, da fehlen mir echt die Worte. Früher wollte man die inhaftierten Mit-Terroristen freipressen, heute ist man mit einem Gespräch mit Kandidaten zufrieden, die vielleicht eh nichts zu melden haben.

    Und in anderen Kreisen wird ja nicht nur beim Klima gelogen und verbogen, und generell gerne alles geglaubt, was irgendwelche Idioten von sich geben, aber nix von der Lügenpresse.
    Ich finde es gut und wichtig, dass sich die Jugend engagiert. Allerdings steht dem Engagement häufig die jugendliche Naivität im Weg. So wie im Beispiel Hungerstreik für ein Kandidatengespräch. Eine Regierung/ein Politiker kann und darf sich nicht erpressen lassen. Das ist auch nicht diskutierbar. Und da gibt es viele vergleichbare Beispiele, wie der KFZ Verzicht. Natürlich können Erstwähler sehr leicht auf ein KFZ Verzichten, vermutlich besitzen sie noch nicht mal eines. Wie sieht es aber aus, wenn sie erstmal berufstätig sind und 30 Kilometer pendeln müssen? Fleischverzicht: sehr gut, fällt mir schwer, allerdings esse ich wenig Fleisch und wenn dann vom regionalen Metzger zum entsprechenden Preis - weil ich es mir leisten kann. Was aber ist mit den Mitbürgern in den unteren Einkommensschichten, die sich das nicht leisten können? Pech gehabt?
    Und da fängt das Problem an: in einer der letzten Sendungen hart aber fair war ein Wirtschaftsfachmann, der sagte ganz klar: die Maßnahmen gegen den Klimawandel und die Auswirkungen sind derartig komplex verwoben, dass es unseriös ist, einfache Lösungen zu bieten. Und vor allem: es wird nicht ohne Verzicht und/oder Mehrkosten funktionieren. Und das müsste auch transparent kommuniziert werden, was nicht der Fall ist.

    Ein ganz anderer Punkt ist das von den Grünen gewollte Klimaministerium (hieß das so?), das ein Vetorecht gegenüber allen anderen Ministerien und deren Entscheidungen erhält. Das geht gar nicht. Ist mir ein Rätsel, wie man überhaupt auf so eine Idee kommt.
    _______
    "Gestern ist mir die Milch runtergefallen. Die war nicht mehr haltbar!"
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #881: September 18, 2021, 14:03:09
    Es gibt bereits einige Ministerien mit Vetorecht, zB. Innen-, Justiz- oder Finanzministerium. Ein Vetorecht würde einem Klimaministerium zusätzliches Gewicht im Abstimmungsprozess mit anderen Ressorts geben. In der Sphäre der Politik ist ein Veto wohl auch nicht unbedingt als absolut zu verstehen. Siehe:
    https://www.tagesspiegel.de/politik/umstrittener-vorschlag-von-baerbock-und-habeck-ein-veto-ministerium-fuer-die-gruenen-der-realitaets-check/27482802.html
    « Letzte Änderung: September 18, 2021, 14:10:13 von radneuerfinder »