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    Umfrage

    Wieviel Hubraum hat der Motor des Autos das du nutzt?

    bis 1000ccm
    5 (22.7%)
    bis1400ccm
    2 (9.1%)
    bis 1600ccm
    1 (4.5%)
    bis 2000ccm
    7 (31.8%)
    über 2000ccm
    4 (18.2%)
    besitze/nutze kein Auto (weniger als 2000Km p.A.)
    3 (13.6%)

    Stimmen insgesamt: 20

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #825: Januar 20, 2021, 17:43:13
    Die nächste ICE-Generation soll an 2024 auf die Schiene kommen.
    Ein Prototyp ist 360 km/h gefahren und 400 km/h sind angepeilt.
    https://mobile.twitter.com/DB_Presse/status/1339203704885567488
    Auch wenn das nur auf wenigen Strecken möglich sein wird, würde dies, zusammen mit digitalen Stellnetzen, innerdeutsche Flüge noch altmodischer aussehen lassen.
    Im Inneren werden ganz neue Dinge möglich wie spezielle Familien-Wagen oder Arbeitszonen. Die Züge wird Siemens leer verkaufen, die Kunden können sie bestücken, wie sie wollen, also wie bei Flugzeugen.
    Und der Eingang wird ebenerdig!

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #828: Februar 26, 2021, 15:45:32
    Die Unterzeichner des Pariser Klimaabkommens müssen alle fünf Jahre neue Klimaziele vorlegen, um die Lücke zum 1,5- oder Zwei-Grad-Ziel zu schließen. Eine Auswertung des Uno-Klimasekretariats der eingereichten Pläne hat jetzt ergeben: Die Umsetzung dieser Ankündigungen würde die globalen Emissionen laut der Auswertung bis 2030 allerdings nur um ein Prozent gegenüber dem Jahr 2010 reduzieren:
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pariser-klimaabkommen-klimaplaene-verfehlen-2-grad-ziel-bei-weitem-a-679d1f0f-c4a5-43f0-bc10-413313c9cfaf

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #829: März 10, 2021, 22:40:53
    Selbstfahrender Tesla? Sorry, wir haben euch verarscht!
    https://www.caranddriver.com/news/a35785277/tesla-fsd-california-self-driving/

    In Wirklichkeit ist also auch Tesla noch Jahre weg vom echten selbstfahrenden Auto.

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #832: Mai 13, 2021, 17:51:31
    Die Regierung hat ja jetzt nachgeschärft, und zwar fast genau auf die Regeln, welche die SPD vorher schon wollte.

    Für mich ist der Grundbefund ganz klar. Man will niemanden wehtun. Wenn z.B. die Kohle abgewickelt wird, wird der Konflikt mit 80 Milliarden zugekleistert. Ob das Geld dann auch wirklich in den betreffenden Regionen und bei den Menschen ankommt - wen interessiert das in zwanzig Jahren noch? Hauptsache, der Lokalpolitiker, der dann schon längst weg ist, konnte seine Leuten das gut verkaufen und die fuhren nicht nach Berlin.
    Dasselbe mit Stromtrassen, Bahnlinien, Windrädern… verzögern und verhindern, ist die Devise.


    Dasselbe Muster hatten wir auch in den 16 Jahren Kohl. Wann die Union auch regiert, wird maximal verwaltet. Ambitionen, sich mit Reformen zu profilieren, hat da keiner - es sei denn sie kommen irgendwie ihm selbst zu gute.

    Die saure Sozialkur musste dann Rot/Grün durchsetzen. Dabei sind auch viele Fehler passiert, bzw. hat man sowieso die Kernklientel verärgert und so hat so wird die SPD auf absehbare Zeit keinen Kanzler mehr stellen können.

    Und nach den 16 Jahren der einstigen „Klimakanzlerin“ dürfen dann vielleicht die Grünen den Saustall ausmisten. Und in Folge sich selbst erledigen, denn das die Klimaretterei vielen Menschen große Opfer monetärer Art abverlangen wird, ist doch glasklar.


    Das dabei teure Fehler passieren, liegt in der Natur der Sache. Mir wäre halt recht, würde man endlich mal technologieoffener diskutieren. Keine Kohle, keine AKWs, kein Windräder, keine Bahnstrecken, sich widersprechende Förderungen usw.

    Und das ein E-Auto und keine Ölheizung jetzt mehr oder minder vorgeschrieben werden sollen, dass Vermieter mit minimalen Mitteln endlich dazu angehalten werden, zu sanieren, was dann die Mieten wieder deutlich erhöhen würde…
    Fakt ist, bei vielen Gebäuden lohnt sich eine Sanierung nicht. Da kann noch so gefördert werden. Habe ja selbst privat das Problem, dass ich die Amortisierung nicht mehr erleben würde. Zumal, ist unter dem MM-Link auch vermerkt, die Preise bei höherer Förderung sofort auch nach oben gehen.

    Weil man Jahrzehnte verplempert hat, wird es jetzt massiv ungemütlich. Und keiner glaubt wirklich, dass wir die vorgegebenen Ziele schaffen werden. Da müsste man auf jeden Fall wohl CO² in den Boden pressen, was aber die örtliche Bürgerwut sicher wieder verhindern wird.
    « Letzte Änderung: Mai 13, 2021, 17:55:14 von Florian »
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #834: Mai 22, 2021, 06:42:20
    Wie das 1,5-Grad-Ziel noch zu schaffen wäre:
    https://www.sueddeutsche.de/wissen/klima-co2-senken-waelder-moore-1.5296783



    Grafik: Internationale Energieagentur

    mathias

    • Trompeten statt Raketen!
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #835: Mai 23, 2021, 13:52:20
    Interessante Grafik. Wir sollten uns damit abfinden, dass das Ziel nicht erreicht wird und entsprechende Maßnahmen der sich daraus ergebenden Konsequenzen überlegen.
    Oder wir ändern relativ radikal unseren Lebensstil (Weniger Flugreisen, weniger Internet, usw....). Beides wird nicht gehen.
    _______
    "Gestern ist mir die Milch runtergefallen. Die war nicht mehr haltbar!"

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #836: Mai 23, 2021, 15:17:50
    Wenn die Erdbevölkerung trotz weiterem Wachstum es schafft, unter 2 Grad zu bleiben, wäre das schon ein gewaltiger Erfolg.
    Mir fehlt auch bei uns die Einsicht, dass man wirklich verzichten muss.

    Jetzt sollen ja die Rubel rollen, auch für neue Technologien. Warum nicht vor zehn oder zwanzig Jahren? Der Befund hat sich ja nicht geändert. Dann hätten wir heute vielleicht schon wirklich alternative Kraftstoffe und man wäre jetzt nicht gezwungen, Verbrenner aller Art - also auch Heizungen - möglichst schnell abzuschaffen. Es gibt jedenfalls viele Projekte, die steckenblieben, weil kein Geld mehr da war und man so nie soweit entwickeln konnte, um mit dem Erdöl preislich zu konkurrieren.
    Algen sind z.B. recht vielversprechend, weil viel produktiver als Landpflanzen. Dazu eine Doku, allerdings nicht nur über Algen-Öl.
    https://www.arte.tv/de/videos/086940-000-A/algen/

    Ich denke auch an Kernfusion. Ich finde es ja richtig, nicht Wolkenkuckucksheime mit Billionen zu fördern, aber wenn man immer die ewig langen Streitereien um die weitere Finanzierung etwa vom Versuchsreaktor ITER sah, dann frage ich mich, ob das Problem schon angekommen war. Wir brauchen immer mehr Strom, wollen aber keine Kohle, keine Atomkraft und auch keine Windräder oder Stromleitungen in unserer Umgebung. Tja!

    Komisch und auch nicht: Ist die Krise akut, werden die Bazookas rausgeholt. Banken oder die Konzerne werden gerettet, für Long-Covid-Patienten ist kein Geld da und für das Klima von übermorgen lange auch nie.
    Frau Merkel und die Union waren aber so lange an der Macht, dass man nicht so kurzfristig hätte denken müssen. Auch die Kohle-SPD hat versagt, die regiert ja auch fast immer mit.

    Jetzt werden sicherlich Bahnstrecken geplant, aber wir wissen, dass ein Streckenbau Jahrzehnte dauern kann! Entweder man strafft das gewaltig, auch gegen die Interessen der örtlichen Bevölkerung - und arbeitet immer mehr mit Robotern, denn die Arbeiter haben wir ja gar nicht! Oder man scheitert eben.

    Möglich wäre Vieles. Aber nicht mit unserer Politik. Nicht nur darum wird über das Klima auch anderswo entschieden, so oder so. Aber als viertgrößte Wirtschaftsmacht sollte man schon selbst aktiv werden.

    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #837: Mai 23, 2021, 15:31:49
    Wer eine Politik im Sinne des Klimas betreibt, wird nicht wiedergewählt.
    Tun wir mal so, als würde Baerbock eine künftige Regierung anführen und tatsächlich eine wirksame Klimapolitik zügig durchsetzen.
    Ihre Wähler, also z.B. relativ gut verdienende (nennen wir sie Realschullehrer) müssten auf ihren Diesel verzichten, die Heizung in ihrem noch nicht abbezahlten Eigenheim ersetzen, ihre Flugreise nach Malle kostet deutlich mehr und so merkt die Familie des Realschullehrers ganz schnell, dass Grün wählen zwar hipp ist, aber grün handelt freudlos ist.
    In vier Jahren sind die Regierungsgrünen Geschichte und wir machen weiter wie bisher.
    So lang es uns einfacher erscheint Klimaflüchtlinge aus Deutschland rauszuhalten (ich gehe davon aus, dass wir dass in wenigen Jahren auch mit Waffengewalt machen werden), werden wir nicht wirklich verzichten wollen.
    Als Übergangslösung stelle ich mir ein breit angelegtes Leugnen der menschgemachten Klimaerwährmung vor, damit konnten schon andere Wahlen gewinnen.

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #838: Mai 23, 2021, 19:20:31
    Hätte die erste Merkel-Regierung auf den rot/grünen Reformen aufgebaut und die Fehler ausgebessert, wären die Maßnahmen weniger drastisch und v.a. scheibchenweise gewesen.

    Stattdessen fuhr man zwar zu den schmelzenden Gletschern, verschenkte aber die Klimazertifikate, kündigte den Atomausstieg und führte ihn dann überhastet und teurer wieder ein. Der Ausbau der Erneuerbaren wurde gedeckelt anstatt ihn anders zu finanzieren. Der fehlende Strom einseitig mit Kohlekraftwerken ersetzt.
    Stromspeicher-Erfinder aller Couleur warteten genauso vergeblich auf Beihilfen wie die kleinen Landwirte auf Rettung. Die Bauwirtschaft wurde zwar gegängelt, aber nicht Richtung Klimaschutz. Und das Verkehrsministerium wurde mit Autobahnfreunden besetzt, die mit CSU-Ideen viel Geld verschwendeten.

    Jetzt sind wir an dem Punkt, da sind kleine Schritte einfach zu klein und die großen Schritte können wir fast nicht stemmen. Finanziell ist ja weniger das Problem, wenn wir mal die Schwarze Null vergessen. Aber wir haben nicht die Arbeitskräfte und zweitens dauern die Planungen nun mal ewig. Wie schon gesagt.
    Und eine schnelle, starke Kostensteigerung ist natürlich den Wählern auch nicht vermittelbar. Darum schrieb ich ja weiter oben: Wieder müssen andere Regierungen den Saustall unionsgeführter Regierungen ausmisten. Und werden dann dafür abgewählt.

    mathias

    • Trompeten statt Raketen!
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #839: Mai 23, 2021, 19:52:20
    Das Klima schützen geht nur mit drastischen Maßnahmen, die man vorschreiben muss, weil der individuelle Verzicht und die eigene Bequemlichkeit dem entgegen stehen. Das funzt in einer Demokratie nicht oder nur sehr sehr langsam. Zum Beispiel ein Verbot von Verbrennungsfahrzeugen ab sagen wir 2030, wäre der Killer für jede Partei. Man traut sich ja nicht mal an das Tempolimit ran. Und so geht es eigentlich mit fast allem. Was passiert, wenn man auf die Einsicht der Menschen hofft, sieht man an den Innenstädten. Eigentlich dürfte da so gut wie kein Verbrenner fahren, wegen Luft, CO2, Platzverbrauch usw. Statt dessen werden die Autos immer größer und schwerer usw.
    Ich sag mal so: Klimaschutz und Wohlstand schließen sich aus.
    Von den ganzen wirtschaftlichen Interessen mal ganz abgesehen. Und tatsächlich muss man sich fragen, ob D alleine das Klima retten kann? Ein globale Zusammenarbeit halte ich für Illusion.
    _______
    "Gestern ist mir die Milch runtergefallen. Die war nicht mehr haltbar!"