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    Umfrage

    Wieviel Hubraum hat der Motor des Autos das du nutzt?

    bis 1000ccm
    5 (22.7%)
    bis1400ccm
    2 (9.1%)
    bis 1600ccm
    1 (4.5%)
    bis 2000ccm
    7 (31.8%)
    über 2000ccm
    4 (18.2%)
    besitze/nutze kein Auto (weniger als 2000Km p.A.)
    3 (13.6%)

    Stimmen insgesamt: 20

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #750: April 15, 2019, 17:55:50
    Jetzt wird’s eng für Winterkorn, die Anklage lautet auf schweren Betrug:
    https://www.dw.com/de/anklage-gegen-ex-vw-chef-winterkorn/a-48330062
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #751: April 21, 2019, 11:16:49

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #752: April 21, 2019, 14:06:33
    Dann ist also ein E-Auto mit 100% erneuerbaren Energien bei weitem die beste Lösung. Und auch der einzige Weg, die immer strengeren Grenzwerte einzuhalten.
    Wasserstoff kommt leider nicht vor.

    Ich denke, man kann bei der Herstellung von E-Autos bzw. den Batterien noch große Fortschritte bei der Fertigungseffizienz erzielen. Dann wäre der Vortei noch größer.

    Noch viel besser wären aber öffentliche Verkehrsmittel, Fahrgemeinschaften, Rad und mehr Wege zu Fuß. Ich begreife einfach nicht, wie manche Menschen selbst für kurze Wege das Auto bemühen. Bis man das aus der Garage oder Parklücke hat, ist man mit dem Rad schon um zwei Ecken. Also: Radwege ausbauen und verbessern. Würde auch die Luftqualität schnell und nachhaltig verbessern.
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #753: April 21, 2019, 15:36:59
    Ich begreife einfach nicht, wie manche Menschen selbst für kurze Wege das Auto bemühen.

    Weil sie es wollen.
    Und weil die Ausreden so wunderbar einleuchtend sind.
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #754: April 25, 2019, 19:49:55
    Von der CO2 freien AutoHerstellung hört man wenig

    Immerhin hat sich VW eine zu 100 % dekarbonisierte Autoproduktion bis 2050 auf die Fahnen geschrieben:
    https://uploads.volkswagen-newsroom.com/system/production/uploaded_files/14448/file/da01b16ac9b580a3c8bc190ea2af27db4e0d4546/Klimabilanz_von_E-Fahrzeugen_Life_Cycle_Engineering.pdf?1556110703

    Hoffentlich kontrolliert das jemand. :-\

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #755: April 30, 2019, 11:18:27
    Besonders anspruchsvoll ist das aber nicht.
    Z.B. die BMW-Group hat 2017/2018 im Schnitt schon 80% des eigenen Verbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt. Bis 2020 wollen sie „klimaneutral“ sein.
    Entscheidend sind natürlich auch die Zulieferer. Die stehen deutlich schlechter da, sollen sich aber alle auf das 2°-Grad-Ziel verpflichten (1,5° wohl vergessen) und sich stark verbessern. Da die wohl großteils identisch sind mit denen von VW und anderer Hersteller, wäre das umso wichtiger.

    (https://www.bmwgroup.com/content/dam/bmw-group-websites/bmwgroup_com/responsibility/downloads/de/2019/2019-BMW-Group-SVR-2018-Deutsch.pdf)

    Generell werden wir für eine große Elektroflotte aber v.a. enorme Mengen Ökostrom brauchen, sonst können wir es aus Klimaschutz-Sicht ganz lassen. Und das E-Auto als Zweit- oder Drittauto ist auch absolut kein Klimaschutz - sondern das genaue Gegenteil mit Öko-Fähnlein.
    Um Öl wirklich aus der Mobilität herauszubekommen, brauchen wir uferlos Windräder und Solardächer. Und v.a. auch Speichermöglichkeiten. Realistisch gesehen kommt da wohl nur ein chemisches Verfahren in Frage, wohl Wasserstofferzeugung und anschließende Methanisierung. Pilotanlagen gibt es ja jede Menge, aber ich glaube nicht, dass Deutschland das bezahlbar hinbekommt. Dann wird wieder woanders eingekauft.

    Typisch launischer Quer-Bericht dazu (Quer, die BR-Sendung) in Bezug auf die hochumstrittenen Stromtrassen:
    https://www.br.de/mediathek/video/hochspannung-koennen-neue-stromspeicher-trassen-verhindern-av:5cc21547845edb00194806f1

    Ist halt noch teuer, auch weil der Wirkungsgrad einfach bescheiden ist. Aber bevor man den Strom verschenkt oder teure, auch problembehaftete, Windräder still stehen lässt?
    Ohne eine Speichermöglichkeit wird es nicht gehen und die Idee, die E-Auto-Batterien dazu zu nutzen, ist wohl wenig praktikabel. Erstmal müsste das technisch umgesetzt werden, und dann müssten die Autos auch bei den Stromspritzen an der Leitung hängen. Geladen werden sie aber i.d.R. nachts, da fällt der Solarstrom schon mal weg.

    Insgesamt kommt man einfach zum Schluss, dass die motorisierte Individualmobilität an sich ein gewaltiges Problem ist und die Politik nicht willens ist, sie wenigsten etwas zurückzuführen. Dies ginge ja ganz ohne Zwang mit Investitionen in die öffentlichen Verkehrsmittel und Radwege. Gerne auch finanziert durch eine CO²-Steuer.
    Stattdessen: Mehr Strassen, mehr LKWs, weniger Bahnhöfe, unzureichende Güter-Terminals, null Plan ausser immer weiter so. Is’ noch immer gut gegangen…



    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #756: Mai 03, 2019, 09:45:41
    Eine faire Besteuerung nach CO2 würde also ein Plus von 27 Cent pro Liter an der Dieselsäule ergeben:
    https://www.heise.de/autos/artikel/Das-neue-Super-Plus-Ladestrom-teurer-als-Dieselkraftstoff-4411434.html

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #757: Mai 05, 2019, 15:27:18
    Was ist schon fair? Für ‘nen Diesel zahlt man mehr KFZ-Steuer und deutlich teurer sind sie auch.
    Ein guter Schritt wäre auch mal die Besteuerung von Kerosin, das ja ganz steuerbefreit ist.

    Was mit noch am besten gefällt ist die CO2-Steuer mit „Geld zurück“ für Wenigverbraucher wie in der Schweiz:
    https://www.tagesschau.de/ausland/schweiz-cozwei-101.html

    Das macht schon Sinn, sollte aber m.E. auch auf alle anderen Sektoren ausgeweitet werden, nicht nur auf fossile Kraftstoffe und Autos. Also nicht nur einzelne Dinge rauspicken. Und die anderen Steuern dann auch gleich erheben anstatt diese ganzen Subventionen für Interessengruppen.
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #758: Mai 06, 2019, 13:19:00
    Was ist schon fair?

    Fair ist ein als fair empfundener Maßstab, dem alle gleich ("fair") unterworfen werden.

    In Deutschland hapert es schon beim Maßstab, aber die ungleichmäßige ("unfaire") Anwendung in der Besteuerung ist noch augenfälliger, siehe die Beispiele Flugkerosin oder Diesel.
    « Letzte Änderung: Mai 06, 2019, 13:24:27 von radneuerfinder »

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #760: Mai 06, 2019, 19:37:12
    Was ist schon fair?

    Fair ist ein als fair empfundener Maßstab, dem alle gleich ("fair") unterworfen werden.

    Ich meinte damit, dass es für die niedrigeren Diesel-Steuern anderswo wieder Mehrbelastungen gibt. Das müsste man schon gesamt betrachten.

    Kerosin- wie Diesel-Vergünstigungen wurden mal als Subventionen für bestimmte Gruppen eingeführt. Das mal fast die Hälfte der PKW Diesel sein werden oder der Flugverkehr boomt wie noch mal was, war damals nicht abzusehen. Ein Grund mehr, Subventionen stets zeitlich zu begrenzen, wenn man schon meint sie überhaupt zu brauchen.
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #761: Mai 06, 2019, 21:28:54
    Kerosin- wie Diesel-Vergünstigungen wurden mal als Subventionen für bestimmte Gruppen eingeführt. Das mal fast die Hälfte der PKW Diesel sein werden oder der Flugverkehr boomt

    Ein schönes Beispiel, daß Steuern steuern.

    Florian

    • Defender of the Crown
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #762: Mai 07, 2019, 15:29:18
    Bzw. fehlsteuern.
    Wobei gerade beim Fliegen die Steuern sicher nicht die alleinige Ursache waren.

    Bei aller Komplexität hülfe m.E. nur ein Tabula rasa. Alles weg und neu gedacht. Möglichst einfach, möglichst gerecht in jeder Hinsicht (auch ökologisch).
    Nur wird das nie kommen, weil dann verlöre die Bürokratie ja ihre Herrschaft über jeden Aspekt des menschlichen Lebens und sogar des Todes. Und die Politiker könnten nicht dauernd jahrelang über irgendwelche Details streiten sondern müssten sich mal wirklich um relevante Sachen kümmern.


    Edit:
    Mediathek-Tip:
    Die Erdzerstörer
    https://www.arte.tv/de/videos/073938-000-A/die-erdzerstoerer/
    « Letzte Änderung: Mai 07, 2019, 15:37:21 von Florian »
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #764: Mai 15, 2019, 11:22:53
    In den kommenden 12 Jahren sollen die Emissionen jedoch um weitere 25 Prozent gesenkt werden. Hat die Bundesregierung noch ein Ass im Ärmel, oder wird hier verantwortungslose Augenwischerei betrieben?
    ...
    Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch in Deutschland nimmt laut Umweltbundesamt jährlich um circa 1 Prozent zu. Nehmen wir einfach einmal die günstigste aller Entwicklungen an: 2030 wird die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle vollkommen durch erneuerbare Energien ersetzt sein, obwohl der derzeitige Plan zum Kohleausstieg längere Laufzeiten vorsieht und obwohl gleichzeitig sukzessive aus der Kernenergie ausgestiegen werden soll. Zudem wird der Verbrauch von Gas bis 2030 nicht zunehmen, obwohl derzeit deutschlandweit weitere vier Gaskraftwerke mit insgesamt 1.280 Megawatt Leistung in Bau und weitere neun mit einer Leistung von insgesamt circa 7.400 Megawatt in Planung sind. Auch Ölheizungen werden bis 2030 komplett verschwinden und beispielsweise durch Wärmepumpen ersetzt werden.

    Falls dieses unwahrscheinliche Szenario eintritt, könnten die CO2-Emissionen um weitere 171 Millionen Tonnen gesenkt werden. Dies entspräche einer zusätzlichen Minderung im Vergleich zu 1990 um knapp 14 Prozent. Dann fehlten noch immer mehr als 10 Prozent zu der angestrebten Reduzierung um 55 Prozent der Treibhausgasemissionen bis 2030. Wo sollen diese herkommen?

    https://www.heise.de/tp/features/Sechs-erstaunliche-Fakten-ueber-die-Treibhausgasemissionen-und-die-Braunkohlefoerderung-4412254.html