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CO2 Debatte aller Orten

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mathias:

--- Zitat von: warlord am März 18, 2007, 10:54:06 ---
--- Zitat von: mathias am März 18, 2007, 09:47:46 ---Bei uns wird immer versucht, alles über Abgaben zu regeln.
--- Ende Zitat ---
Wie würdest Du es denn regeln? Eine staatliche Kommission, bei der jeder Bürger einen Autokauf beantragen muss? Und die entscheidet dann darüber, ob jemand den Range Rover nun wirklich nötig hat oder nicht?

Kann es sein, dass in Deine Argumentation gewisse Neidfaktoren hinein spielen?

--- Ende Zitat ---
Dass jetzt wieder der "Neidfaktor" ins Spiel kommt, dachte ich mir schon. Sorry, aber das ist totaler Unsinn. Natürlich darf sich jeder das Auto kaufen, das er haben will. Bei einer KfZ-CO2-Ausstoßgrenze pro Haushalt spielt es dann keine Rolle, welches Auto man fährt, sondern vielmehr, wieviele Kilometer man im Jahr mit dem betreffenden KfZ innerhalb dieses Rahmens zurücklegen kann. Der Smartfahrer eben 3 mal mehr als der Porschefahrer. Wenn der Porschefahrer damit auskommt - warum nicht?
Und sag jetzt niemand, so eine Regelung wäre technisch nicht umsetzbar.

--- Zitat von: warlord am März 18, 2007, 09:38:53 ---Es ist ja noch nicht einmal wissenschaftlich unbestritten, geschweige denn nachgewiesen, dass CO2 und Klimaerwärmung überhaupt in einem Zusammenhang stehen.

--- Ende Zitat ---
Du meinst jetzt aber nicht diese "Wissenschaftsströmungen" (z.B. in den USA), die ähnlich wie die Evolutionslehre die Ursachen des Klimawandels in Frage stellen? CO2 in der Atmosphäre vermindert die Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche in den Weltraum-> die Atmosphäre erwärmt sich. Ich kann jetzt nicht alles selbst durchlesen, vielleicht findest du hier eine Antwort:
The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
Aber die persönliche CO2 Bilanz eines jeden wird ja nicht nur durch das KfZ bestimmt.
@Tertinator:

--- Zitat ---Meine Lösung wäre: Dafür zu sorgen, dass Kohlendioxid wieder gebunden wird – mit Hilfe von Algen – welche dann wieder zu Benzin raffiniert werden …
Solch ein Kreislauf wäre ebenfalls äußerst Umweltfreundlich.

Übrigens glaub ich auch, dass Sonnenkollektoren zur Erwärmung der Erde Beitragen – schließlich wird der Erzeugte Strom zu 100%-(10^27) in wärme umewandelt …

Das einzige, was überrhaupt langfristig etwas brächte, wäre Aufforstung – reine Aufforstung

Die neuen Bäume würden das ganze böse CO2 wieder binden.
--- Ende Zitat ---
Ich schätze mal, daß man nicht soviel Bäume/Algen erzeugen kann, um das ganze CO2 zu binden. Fossile Brennstoffe erzeugen mehr CO2, als sie für die Entstehung verbraucht haben. Deshalb ist es ja auch sinnvoll, auf regenerative Brennstoffe umzusteigen. Beim Verbrennen von Holz z.B. wird nur soviel CO2 erzeugt, wie das Holz vorher aus der Atmosphäre gebunden hat.

warlord:

--- Zitat von: mathias am März 18, 2007, 13:30:47 ---Bei einer KfZ-CO2-Ausstoßgrenze pro Haushalt spielt es dann keine Rolle, welches Auto man fährt, sondern vielmehr, wieviele Kilometer man im Jahr mit dem betreffenden KfZ innerhalb dieses Rahmens zurücklegen kann. Der Smartfahrer eben 3 mal mehr als der Porschefahrer. Wenn der Porschefahrer damit auskommt - warum nicht?
Und sag jetzt niemand, so eine Regelung wäre technisch nicht umsetzbar.
--- Ende Zitat ---
Also letztlich eine Kontingentierung der Mobilität schwebt Dir vor?

Da kann ich (obwohl ich beim von Dir verlinkten CO2-Verbrauchs-Einschätzungs-Rechner gerade auch wegen dem Bereich Mobilität mit nicht ganz 8t CO2 weit unterdurchschnittlich abschneide) nur sagen, nein danke. Solche Einschnitte in die persönlichen Freiheiten könnens in meinen Augen nicht sein.


--- Zitat ---Du meinst jetzt aber nicht diese "Wissenschaftsströmungen" (z.B. in den USA), die ähnlich wie die Evolutionslehre die Ursachen des Klimawandels in Frage stellen? CO2 in der Atmosphäre vermindert die Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche in den Weltraum-> die Atmosphäre erwärmt sich. Ich kann jetzt nicht alles selbst durchlesen, vielleicht findest du hier eine Antwort:
The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
--- Ende Zitat ---

Tatsache ist, dass es keine wissenschaftlichen Nachweise gibt, dass
a) es überhaupt eine Kilmaerwärmung gibt
b) eine allfällige Klimaerwärmung von Menschenhand beeinfusst oder ausgelöst wurde.
Es gibt aber genügend wissenschaftliche Indizien, die es angezeigt erscheinen lassen, davon auszugehen, dass beides zutrifft. Und auf diesen Indizien gründet auch der Bericht des IPCC, der mir durchaus nicht neu ist.
Ich habe mit keiner meiner Zeilen ausdrücken wollen, dass man sich einen Deut um die CO2 Emissionen scheren sollte. Wenn Du das so aufgefasst hättest, dann hättest Du mich gänzlichst falsch verstanden. Man beachte bitte auch meine Argumentation für die Kernenergie.
Meine von Dir zitierte Aussage war die Antwort auf die Frage nach der wissenschaftlichen Formel X t CO2 = wieviele Grad Celsius? Weil es den wissenschaftlichen Beweis des Zusammenhangs nicht gibt, kann es folglich erst recht keine exakte Quantifizierung dieses Zusammenhangs in einer Formel geben.

radneuerfinder:

--- Zitat von: warlord am März 18, 2007, 14:39:26 ---die Antwort auf die Frage nach der wissenschaftlichen Formel X t CO2 = wieviele Grad Celsius? Weil es den wissenschaftlichen Beweis des Zusammenhangs nicht gibt, kann es folglich erst recht keine exakte Quantifizierung dieses Zusammenhangs in einer Formel geben.
--- Ende Zitat ---

Aber es gibt eine Annahme, bzw. Hochrechnungen. Durchaus mehrere. Wenn ich mich recht erinnere eine bestmögliche, eine mittlere, eine worst case. Dazu hätte ich gerne die (ungefähren) Zahlen.

Thyrfing:
Die Wetterbeobachtungen, bzw. deren Dokumentation sind noch recht "jung", sodass man keine definitive Aussage über die tatsächliche Erwärmung geben kann.

Da hat warlord schon Recht.

Es gibt natürlich noch viele andere Gifte, die einfach in die Umwelt gelassen werden, dann fällen wir massiv unsere Waldbestände, rotten Tier- & Pflanzenarten (150 / Tag) einfach aus. Es gibt eine Beschleunigung bei der Ausrottung von Tier- & Pflanzenarten, die besagt, dass der Mensch in den letzten 150 Jahren 50% der nicht mehr vorhandenen Tierarten ausgerottet hat. Und die Tendenz dabei ist steigend, sprich, wir verstehen uns immer besser darauf. (Quelle: Douglas Adams "Die letzten ihrer Art")

Kurzum, der Mensch bringt diesen Planeten aus dem Gleichgewicht (der Natur). Dies hat wahrscheinlich mehrere Konsequenzen, von denen eine die Erwärmung der Erdatmosphäre ist, die anderen kommen da noch auf uns zu.

Florian:
mathias:
Auch ich sehe Deinen Vorschlag enorm skeptisch. Damit schafft man nun wirklich ein Bürokratiemonster und greift massiv in die freie Lebensgestaltung ein.

Natürlich können Abgaben niemals so hoch sein um wirklich alle "Sünder" abuschrecken, man kan sogar davon ausgehen, daß hohe Abgaben eine gewisse Klientel noch mehr dazu bringen, einen Cayenne zu fahren, eben um zu zeigen das sie sich das trotzdem locker leisten können. Überhaupt dürfte einem Cayenne- oder X5-Fahrer der Benzinpreis recht egal sein.
Erreichen tut man aber sehr wohl etwas beziehungsweise Jemanden: Den Durchschnittsfahrer. Der schaut nämlich, auchz schon heute, auf den Verbrauch, und umso teurer das Benzin wird, umso eher wird er ein sparsameres Auto oder eins, das für alternative Kraftstoffe geeignet ist, wählen.

Da kann man natürlich sagen, es trifft die Falschen. Statistisch gesehen machen die paar Tausend Cayennes aber einen vernachlässigbaren Unterschied.



Das große Energiethema:

Ob wir noch einen Unterschied machen können oder nicht, was das Klima angeht, halte ich für nur eine Frage.

Entscheidend aber auch: Wo sollen denn die fossilen Brennstoffe in Zukunft herkommen?
Natürlich gibt es noch viele Lagerstätten, aber Fakt ist: Die besten und am billigsten abzuschöpfenden sind schon längst "am Netz". Und liegen fast alle außerhalb Europas und der USA.  

Diese Abhängigkeit können wir nur mit "alternativen" Energien und mehr Effizienz verringern.
Braunkohle ist da keine Lösung: Teuer, zerstörerisch im Abbau, CO^2-Bombe, bald nicht mehr vorhanden.

Zur Atomkraft will ich - neutral gesinnt - nur ein paar Sachen erwähnen, die komischerweise in der öffentlichen Diskussion nie vorkommen:
1. Ein Atomkraftwerk ist auch nicht CO^2-neutral. Bis aus dem Uranerz ein verwertbarer Brennstab wird, durchläuft es viele Bearbeitungen und das Uran wechselt dabei mehrmals energieintensiv den Aggregatszustand. Leider ist es schwierig, hier mal neutrale Zahlen aufzutreiben und sie gehen auch weit auseinander. Sagen wir mal 60g CO^2/kWh im Schnitt und damit schon deutlich mehr als alternative Energieformen. Aber sehr viel weniger als die in Deutschland geplanten Braunkohlekrauftwerke.
2. Wie gestaltet sich die Liefersituation beim Uran? Viel kommt ja aus Australien. Sind die Vorräte an einem ähnlichen Punkt wie beim Öl?
3. Ein Endlager braucht man sowieso, da ist es herzlich egal, ob man nun noch mehr Atommüll produziert. Die diskutierten Stätten wären groß genug.


Insgesamt scheint mir gerade in Deutschland wieder die große Hysterie auszubrechen. Nüchtern betrachtet sollten wir uns erstmal um unsere Wirtschaft und unsere Sicherheit Gedanken machen und die diktieren uns sowieso eine Veränderung. Diese sollte planvoll und verträglich vorgenommen werden, die Politik macht mir da aber wenig Hoffnung.


Mich treiben da noch zwei Fragen um, vielleicht weiß ja jemand von Euch eine gute Quelle:
a) Wie viel Anteil an der behaupteten Klimaerwärmung durch den Menschen produziert CO^2 eigentlich? Und wie viel andere Gase wie Methan?
b) Wenn es, wie behauptet, gerade im arktischen Bereich sehr viel wärmer wird, eröffnet das nicht riesige Siedlungsgebiete wie Grönland, Alaska, Nordkanada und wenn der Permafrostboden auftaut, wird dann Sibirien nicht menschenfreundlicher? Das sind ja riesige Landflächen, die bisher landwirtschaftlich nicht oder fast nicht genutzt werden können.

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