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Der Chef schreibt "Thoughts on Music" ...

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mathias:
@daveinitief: sorry, daß ich nicht auf deinem nivoh disskutieren kann und nicht fähig bin, deine Fragen in den richtigen Kontext zu stellen. Aber persönlich angreifend? Mitnichten. Habe nur erklärt, daß es mich nervt, sich über die Qualität der Antworten zu beschweren, wenn vorher die Fragestellung sehr allgemein gehalten wurde. So wie es dich nervt, wenn einige Forumsteilnehmer scheinbar nicht auf deinem Niveau diskutieren können. Wo ist da der Unterschied? Aber egal. Wusste nicht, daß man hier aus jedem Posting eine Doktorabeit machen muß.

Mathias.

yjnthaar:
@mathias: Bestimmt musst Du das nicht machen mit der Doktorarbeit. Schau mich mal an.  ;D

Florian:
Deine vorangegangenen Betrachtungen zu Urheber und Rechteinhaber habe ich mal weggelassen, die sind ja unstrittig so.


--- Zitat von: daveinitiv am Februar 18, 2007, 22:56:23 ---Und da kommen wir dann zum springenden Punkt. Da Apple mit den Songs relativ wenig Gewinn (!= Umsatz) macht und sie höchstens "Tochternutzungsrechte" haben werden, ist das Interesse von Apple wohl eher gering, diese DRM-Gängelung beizubehalten. Denn Apple selbst zieht aus dieser Tatsache nicht einen wirklich großen Nutzen.
--- Ende Zitat ---

Ich weiß zwar nicht direkt, auf wen Du abzielst: Das Apple DRM unbedingt behalten will und Jobs nur zur Täuschung andersrum argumentiert, habe ich nie behauptet.

Aber egal:
Sehe ich anders. Stimmt: Direkt macht man kaum Gewinn, in Deutschland wohl sogar Verlust pro Song.

Indirekt aber bindet man die Musik an den iPod und Airport Hardware, ja sogar iPhone.
Natürlich, es ist möglich, die Musik auf CD zu brennen und dann wieder einzulesen. Nur erstens führt das zu Qualitätsverlust, wenn man nicht gerade unkomprimiert importiert. Zweitens ist diese Möglichkeit doch eher theoretischer Natur. Wie viele Kunden werden wohl wirklich wissen und auch abwägen, daß sie so ja auch recht leicht wechseln können und wie viele werden eine iPod kaufen, weil es halt das einfachste ist?

Zu sagen Apple hätte kein Interesse an DRM, halte ich daher für falsch.
Nun kann ich nicht beurteilen, ob man trotzdem vielleicht gewillt ist, DRM-freie Musik zu verkaufen. Deshalb auch kein Scheinheiligkeitsvorwurf.

Ich meine aber, Jobs hat absichtlich diese Diskussionen ausgelöst, um von der einzig relevanten Tatsache abzulenken. Daher: Nebelkerzen.


--- Zitat ---Hinzukommen sollte man nicht vergessen -- und das wird in dem offenen Brief ja auch angesprochen --, dass Apple zur Aufrechterhaltung des wirksamen Schutzes durch das DRM einiges an Kraft und Ressourcen verwenden muss. Sei es die Weiterentwicklung, das Reagieren auf gelungenes Umgehen oder Außerkraftsetzens des DRM, dass Softwareupdates auf die Rechner und Devices müssen, alles ein ziemlicher Aufwand, nicht nur logistisch betrachtet. Und da kann ich mir schwer vorstellen, dass Apple das DRM bis aufs Äußerste verteidigt und beibehalten will.
--- Ende Zitat ---

Stimmt natürlich, ein Aufwand ist es schon. Kann ich aber ebenfalls nicht beurteilen.

Anderer Gedanke dazu:
Das Problem ist vielleicht auch, daß der iPod sicher nicht ewig diesen Marktanteil halten wird können. Da gerät man womöglich schnell ins Abseits, Apple will aber doch offensichtlich auf Dauer ein großer Spieler im Entertainmentmarkt bleiben.


--- Zitat ---Natürlich kann man diskutieren, ob Apple sich überhaupt mit der Schlange MI ins Bett hätte legen müssen, denn das ist müßig. Zum einen, da es schon geschehen ist und zum anderen, da auch Apple, und das wissen wir alle, ein gewinnorientiertes Unternehmen ist, das natürlich betriebswirtschaftlich die Gewinnmaximierung als erste Priorität hat.
--- Ende Zitat ---

Das Mißverständnis habe ich doch schon gegenüber warlord ausgeräumt.

Tatsache ist doch, ganz einfach, daß Apple DRM-Musik verkauft, die an den iPod gebunden ist. Natürlich ist dann Apple der richtige Adressat, nicht die Musikindustrie oder wer auch immer.
 
---

Aufs Türenthema will ich nicht mehr einsteigen. Nur eines: Die UN-Zahlen fußen ja wahrscheinlich auf den  nationalen Statistiken, in Deutschland ist das die PKS. Wohwollend formuliert, erfordert jede Zahl darin eine Erklärung, wie sie denn zustande kommt. In anderen Ländern ist das sicher nicht immer besser.
Ist das nicht so, stellt sich dennoch die Frage, wie die Zahlen jeweils zustande kamen.
Wenn man die Zahlen mal als völlig neutral ansieht, dann stellen sich immer noch viele Fragen. Bin bei internationalen Vergleichsstudien wie diesen immer sehr skeptisch (natürlich nicht nur bei diesen, aber doch besonders).

Ein Interesse bei mir hat das aber ausgelöst. Danke auch für den Link. Ich werde mal genauer nachforschen, ob es das Phänomen gibt und inwiefern das erforscht und interpretiert wurde. Fürchte aber das es da keine wissenschaftliche Literatur gibt.

---

Zu dem kleinen Disput hier:
Der Eine diskutiert so und der Andere so. Es ist nicht notwendig, deßhalb die sachliche Ebene zu verlassen.
In der Tat hätte ein "bitte Zahlen, keine Anekdoten" zu Beginn viele Beiträge überflüssig gemacht. Das darf auch anmerken, wer will. Aber höflich und sachlich. Das war hier nicht ganz der Fall.

Ganz allgemein - und an alle - kann man auch mal bis zehn zählen, bevor man einen Beitrag über die vermeintlichen Verfehlungen des Anderen verfasst.

warlord:

--- Zitat von: Florian am Februar 19, 2007, 22:44:37 ---Tatsache ist doch, ganz einfach, daß Apple DRM-Musik verkauft, die an den iPod gebunden ist. Natürlich ist dann Apple der richtige Adressat, nicht die Musikindustrie oder wer auch immer.

--- Ende Zitat ---

In meinen Augen machst Du es Dir und den Konsumentenschützern schon etwas zu einfach, wenn Du nur den letzten in der Verkäuferkette zur Betrachtung zulassen und alle anderen Beteiligten ausblenden willst.

So betrachtet, müsstest Du wohl auch mit unserer Politik zu Drogenbekämpfung zufrieden sein. Da konzentriert man sich auch vornehmlich auf die letzten in der "Handelskette". Ob das wirklich das richtige Ziel ist, wenn man "den ganzen Markt" verändern will, wage ich in beiden Fällen zu bezweifeln.

Florian:

--- Zitat von: warlord am Februar 19, 2007, 23:21:45 ---In meinen Augen machst Du es Dir und den Konsumentenschützern schon etwas zu einfach, wenn Du nur den letzten in der Verkäuferkette zur Betrachtung zulassen und alle anderen Beteiligten ausblenden willst.
--- Ende Zitat ---

Nein, nicht gemacht, es ist so einfach. Moralisch gesehen mag Apple nur einen Teil der "Schuld" treffen, geschenkt! Rechtlich ist das was anderes. Es sei denn, die MI hat vertraglich darauf bestanden, daß die Musik wirklich nur auf dem iPod abgespielt wird. Das kann ich aber beim besten Willen nicht glauben, und auch Jobs behauptet ja nur, daß wäre halt der Preis für die Sicherheit, was nur begrenzt glaubwürdig scheint. Aber das hatten wir ja schon.
Eines aber ist doch nun wirklich klar: Apple ist Hersteller und Verkäufer dieses DRM. Apple profitiert davon, weil das DRM ein (schwaches) Dongle an die eigene Hardware ist. Wer sonst soll also der erste Adressat rechtlicher Bemühungen dagegen sein?

Man kann ja streiten, ob diese Bemühungen überhaupt sinnvoll sind, oder gerecht. Wegen dieser Dongelung aber nicht Apple anzugehen, sondern Jemand anderes - das ist so unlogisch; ich weiß nicht, wie man darüber überhaupt diskutieren kann.


--- Zitat ---So betrachtet, müsstest Du wohl auch mit unserer Politik zu Drogenbekämpfung zufrieden sein. Da konzentriert man sich auch vornehmlich auf die letzten in der "Handelskette". Ob das wirklich das richtige Ziel ist, wenn man "den ganzen Markt" verändern will, wage ich in beiden Fällen zu bezweifeln.

--- Ende Zitat ---

Immer diese Vergleiche, die nichts erhellen und nicht passen. Außerdem unterstellst Du mir schon wieder eine Meinung, für die ich nicht den geringsten Anlass gab. Damit muss ich das dann sinnloserweise klarstellen.
Die letzten in der Handelskette sind die Kunden. Die zu belangen finde ich in der Tat, so wie es jetzt passiert, unsinnig und ungerecht. Erst meintest Du Verkäuferkette. Das man die kleinen Dealer bestraft und die Großen kaum je, ist ja nicht so gewollt, sondern nunmal leider unvermeidlich, weil man die Hintermänner eben fast nie erwischt. Deßhalb die Kleinen nicht zu bestrafen, hätte weder Moral noch Logik.
Nun könnten wir auch noch den Drogenkrieg der USA oder die Sinnhaftigkeit der Legalisierung aller Substanzen als Alternativen diskutieren (vielleicht wolltest Du daruf anspielen?), aber ich habe keine Lust dazu, und schon gar nicht in diesem Thread. 

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