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Der Chef schreibt "Thoughts on Music" ...

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Florian:

--- Zitat von: warlord am Februar 07, 2007, 14:02:21 ---Nein, die Argumentation läuft nicht ins Leere. Sie bezieht sich nur nicht auf den selben Tatbestand, auf den Du Dich beziehst.
--- Ende Zitat ---

Dann sage ich es mal ganz konkret: Das Beispiel mit Ford war hannebüchen, es passte Dir halt gut um meine Argumentation anzugreifen, mit dem Vorwurf ich würde absichtlich oder aufgrund logischer Mängel Privatwirtschaft generell in Frage stellen.
 

--- Zitat ---Du möchtest ein Beispiel bei einer (für Dich) negativen Tätigkiet. Na gut: Situation Radarfalle der Polizei in einer Zone mit Tempobeschränkung 80 km/h. Es rast einer durch mit 220 km/h. Nichts passiert. Es rast ein weiterer durch mit 180 km/h. Nichts passiert. Es rast ein weiterer durch mit 120 km/h. Der wird geschnappt und verzeigt. Ja, Du hast Recht. Es liegt der objektive Tatbestand einer Geschwindigkeitsübertretung vor.
Das ändert aber nichts daran, dass die Strafverfolger willkürlich gehandelt haben und sich der letzte Automobilist ungerecht behandelt fühlen muss. Dieser Umstand wird keineswegs dadurch zunichte gemacht, dass auch der letzte Automobilist eine Geschwindigkeitsübertretung begangen hat. Es sind ganz einfach zwei total unterschiedliche Tatbestände.
--- Ende Zitat ---

Erstens unterstellst Du, es würde ausschließlich gegen Apple gewettert. Das stimmt schon mal nicht.
Zweitens bräuchte man sich nicht wundern, als absoluter Marktführer unter besonderer Beobachtung zu stehen. Auch würden eine Entscheidung contra Apple auch alle anderen DRM-Dongler treffen. Es träfe also nicht nur Apple.
Vor allem aber ist es rechtlich (!) völlig irrelevant, ob der Temposünder oder Steve Jobs sich ungerecht behandelt fühlen oder nicht.



--- Zitat ---Und dass DRM etwas per se Negatives ist, das kann man so sehen. Muss man aber nicht. Aber wie man auch immer zu DRM stehen mag, solange man von niemandem gezwungen wird, mit einem DRM behaftete Musik zu kaufen, sehe ich beim besten Willen nicht, wo es einen Bedarf für konsumentenschützerische Massnahmen gibt. Und ich sähe nicht, womit Apple irgend jemanden dazu gezwungen haben sollte, mit DRM behaftete Musik zu kaufen.
--- Ende Zitat ---

Können sie ja auch nicht. Man tut aber alles dafür und man verkauft DRM-Musik. "Es ist ja niemand gezwungen zu kaufen" ist da ein reichlich schales Argument, und ebenfalls rechtlich irrelevant: Wenn Fairplay-Musik unzulässig sein sollte - und das ist die Ansicht der im Brief klausuliert erwähnten Verbraucherschützer - dann darf man sie halt nicht verkaufen. Ganz einfach.


--- Zitat ---Ja, Du hast insofern Recht, dass er das Argument, dass iTunes-Shopper künftig an iPods gebunden sein werden, nicht entkräftet. Kann er ja auch nicht. Das ist ja eine Tatsache. Wenn Du diese Auslassung als Nebelkerzen zünden bezeichnest ... na dann. Ich finde eher, seine Erklärungen, weshalb das so ist, sind eher erhellend als vernebelnd. Mir waren diese genaueren Umstände und Auflagen der MI jedenfalls noch nicht bekannt.

--- Ende Zitat ---

Warum diskutieren wir wohl andauernd Dinge, die den norwegischen Ombudsmann etc. einen feuchten Kehricht interessieren? Genau, weil alle diese Dinge in Jobs' Brief stehen. Für mich sind das Nebelkerzen, die eine für Apple positive Stimmung sorgen sollen - man soll halt nicht allzu genau schauen ob Fairplay wirklich nicht lizensierbar ist oder ob es andere gangbare Wege gibt.  

Jochen:
Grundsatzfrage


Ein  Musiker möchte von der Musik leben.
Ein Musiker erstellt Musik.
Ein Musiker verkauft die Musik.
Ein Musiker bekommt Geld.
Ein Musiker kann von der Musik leben.

Wie verhindert man, das dass der Raubkopierer die Musik stiehlt und die Musik abspielt ohne dass der Musiker Geld bekommt.

Jochen

Florian:
Was ich noch vergessen habe:
Wer in den iTunes-Store will, muss seine Songs mit Fairplay "ausstatten lassen", ob er will oder nicht.
Soviel zum Thema man würde ja nur darf man nicht. Wenn Apple diverse Labels DRM-frei anböte, könnten die Majors nichts dagegen unternehmen und kämen ganz schön unter Druck. Oder hat man sich das vertraglich etwa untersagen lassen? Dann hat man sich dem falschen Meister unterworfen. Selber schuld.

Jochen:
Wir hatten ja mal ein ganz gutes System mit Pauschalen auf Geräte und Leermedien in Verbindung mit der Erlaubnis zur Privatkopie. Die Pauschalen gibt es immer noch, und auf immer mehr Geräte, nur wird die Privatkopie durch diverse Maßnahmen verunmöglicht und eine Umgehung von Kopierschutz ist generell verboten.


--- Zitat von: Terrania am Februar 07, 2007, 18:18:01 ---Hier die Werbung. Ich unterbreche die Diskussion für ein paar nette Plakate.  ;D
http://www.20min.ch/news/wirtschaft/story/22580246

--- Ende Zitat ---

Köstlich.
"Zudem ist sie für jeden, der die Problematik von Piraterie und Fälschungen kennt, dumm und undifferenziert" meint der Werbemann. Der Vorwurf fällt aber ganz massiv auf ihn selbst zurück.

Jochen:

--- Zitat von: Florian am Februar 07, 2007, 19:05:20 ---
Jochen:
Wir hatten ja mal ein ganz gutes System mit Pauschalen auf Geräte und Leermedien in Verbindung mit der Erlaubnis zur Privatkopie. Die Pauschalen gibt es immer noch, und auf immer mehr Geräte, nur wird die Privatkopie durch diverse Maßnahmen verunmöglicht und eine Umgehung von Kopierschutz ist generell verboten. 

--- Ende Zitat ---

Eben, die sogenannte GEMA Gebühr.

Nur, damals wurde jedes mal wenn ich das Original abspielte dasselbige immer schlechter.
Also irgendwann war Ende mit Original, Qualität und Kopie.
Natürliche Lebensdauer.

Jochen

Florian:
Und wie viele Festplatten verabschieden sich ohne Kopie, wie viele Player werden verloren?
Die Gema nimmt auch genug ein (über 700 Mio. im Jahr, wenn ich mich recht erinnere), nur geht davon nur ein kleiner Bruchteil (unter 10%, wimre) an die Künstler und dann auch noch nach einem Schlüssel, der die Großen bevorzugt. Der große Rest geht an die Plattenfirmen, Producer etc. und finanziert die Gema.
 

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