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Alles zum iPhone
Locusta:
Ich möchte auch mal gerne meine Meinung zu dem Ganzen anderen mitteilen.
Meiner Meinung nach ist das iPhone, so wie es moemtan von Apple vorgestellt wurde nichts Ganzes und nichts Halbes. Dafür gibt es mehrere Gründe:
Was für Funktionen bietet das iPhone dem Nutzer momentan? Man kann Telefonieren, Musik hören, Filme ansehen und noch im Internet surfen. Zusätzlich kann man auch noch Emails abrufen.
Wer könnte diese Funktionen haben wollen? Business-Menschen? Eher nicht. Dafür fehlt einfach jegliche Software. Wozu braucht man denn überhaupt ein "Smartphone"? Damit man den eh schon hyper mobilen Laptop in 13,3" oder 12" nicht auspacken muss, sondern die komplette "Arbeit" schön handlich vor sich liegen hat.
Welche Probleme liegen bei einer Business-Nutzung vor? Ganz klar ist eins der Hauptprobleme der Sync mit den Datenbanken. Denn was für Datenbanken liegen überhaupt vor? Emails, Adressbücher, Kalender, Produktdatenbanken, Datenblattdatenbanken usw. Außerdem muss es eine möglichkeit geben, sich in vorhandene VPN-Netzwerke einloggen zu können.
Kann Apples Gerät diese FUnktionen übernehmen? Die Antwort darauf lautet ganz klar: "Nein, nicht auf dem momentanen Stand der Technik". Das Problem erscheint schon sofort, wenn es darum geht, die Daten mit möglichst wenig Übertragungsvolumen zu übertragen. Fast alle "Standarts" sind nahezu komplett proprietär, zumindest die weit verbreiteten. Siehe z.B. Win Mobile 5 mit dem M$-Exchange-Server. An sich eine klasse Idee, die Daten immer auf abruf bereit zu halten, nur scheitert es einfach daran, dass der M$-Exchange-Server eben nur für Windows zu bekommen ist und nicht z.B: für Linux. Das gleiche gilt dann natürlich analog für die verwendeten Datenformate.
Mal ein Beispiel "aus dem Leben": Der Techniker wird zu einem Kunden gerufen - wobei es egal ist, ob Privats- oder Geschäftskunde. Vor Ort stellt er fest, dass leider in dem Ticket zur Fehlerbehebung eine falsche Adresse eingetragen worden ist, als er vor seiner Abreise sein Smartphone gesynct hat. Also muss er nun wieder in der Firma anrufen und nach der richtigen Adresse fragen. Dies kostet unnötig Zeit und Geld. Viel einfacher wäre es, wenn derjenige, der die Adresse eingetragen hat diese ändert und sofort dem mobilen MItarbeiter die aktuellen Daten zukommen. Ist er nun beim Kunden tatsächlich angekommen, stellt er fest, dass er mit dem Produkt ABC123 zu kämpfen hat. Also lädt er sich das aktuelle Datenblatt incl. aktuellen Hinweisen auf sein Handheld. Schließlich wird das Datenblatt und vor allem die Reperaturtipps, ähnlich wie ein Wiki, täglich aktuallisiert. Mal angenommen er hat das Problem gefunden und behoben, muss er nun sein Ticket als "Problem behoben" eintragen. Dies macht er wieder mit seinem Handheld.
Während er gearbeitet hat, hat der Server errechnet, welcher der Mitarbeiter nun die optimale Entfernung zum nächsten Kunden hat, damit nicht unnötig Zeit und Geld verschwendet wird. Dies wird natürlich auch automatisch aktuallisiert und an alle Außendienstmitarbeiter gesendet.
Welche Probleme ergeben sich in so einer Problemstellung? Schnell ändernde Datenmengen und Anforderungen an den Mitarbeiter.
Welche Probleme ergeben sich generell? Esgibt nur wenige Möglichkeiten die hohe Informationsdichte auch noch kompakt und gut komprimiert zu übertragen und das auf einem Standart, der auf jedem OS - dazu gehörten auch Win MObile und OSX mobile - verfägbar sind. Das Scenario kann man entsprächend verändern, kommt aber immer zum gleichen Schluß. Deswegen ist das iPhone nahezu absolut ungeeignet für den täglichen Gebrauch im Busines.
Für wen ist das iPhone also dann, wenn nicht fürs Busines? Ganz klar wieder die gleichen Leute, die auch iPods kaufen. Einziges Problem darin könnte sich aus dem Preis ergeben. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte der Newton eben ein ähnliches Problem.
Gibt es überhaupt Handhelds, die das "Anforderungsprofil" erfüllen? Die Antwort lautet ganz klar nein. Wenn es was gibt, dann nur von einem bestimmten Hersteller. Siehe z.B. Win Mobile uns M$-Exchange. An sich ist Win MObile sehr weit entwickelt, nur fehlt dort eben die Offenheit zu anderen OS wie z.B. Linux.
Was ich für ein Handheld haben will:
- es soll immer auf dem aktuellen Stand der Informationen (Datenbanken...) sein
- es soll aktuelle und schnelle Technologien beinhalten
- es soll auf Win, Linux und Mac jegliche Daten austauschen können
- es soll wenig Traffic verursachen
- es soll eine lange Akkulaufzeit haben (1 1/2 Tage mindestens)
- es soll nicht teuer sein, wenn man schon einen Mobilfunkvertrag mitnehmen muss
Patrick:
Ich sehe das etwas anders. Ein Techniker wird kaum ein iPhone durch die Gegend schleppen. Der gehört definitiv nicht zur Zielgruppe.
Ich denke eher in Richtung Prosumer, die folgendes nicht wollen:
- nicht bedienbares Mäuseklavier als Tastatur
- winziges Display, in dem ich umständlich Rumscrollen muß, um an die gewünschten Infos zu gelangen
- schlechte Sync-Möglichkeit mit dem Mac
- Office-Dokumente jedweder Art auf einem Smartphone-Display angucken
und noch einige andere Dinge mehr. Für die war ein Smartphone bisher notwendiges Übel und das damit aufgezwungene Windows mobile eher eine Zumutung, als eine Erleichterung. Zusätzliche Software wurde eh' nicht installiert, Hauptsache, mein Adressbuch war auf dem neuesten Stand.
Genau für die ist das iPhone das richtige Produkt.
warlord:
--- Zitat von: Patrick am Januar 31, 2007, 15:14:07 ---- nicht bedienbares Mäuseklavier als Tastatur
--- Ende Zitat ---
Ob das iPhone kein unbedienbares Mäuseklavier sein wird, wage ich allerdings erst dann zu beurteilen, nachdem ich mal so ein Ding in meinen Händen hatte. Bin da weiterhin sehr skeptisch, was den Tippkomfort angeht.
Locusta:
--- Zitat von: Patrick am Januar 31, 2007, 15:14:07 ---Ich sehe das etwas anders. Ein Techniker wird kaum ein iPhone durch die Gegend schleppen. Der gehört definitiv nicht zur Zielgruppe.
Ich denke eher in Richtung Prosumer, die folgendes nicht wollen:
- nicht bedienbares Mäuseklavier als Tastatur
- winziges Display, in dem ich umständlich Rumscrollen muß, um an die gewünschten Infos zu gelangen
- schlechte Sync-Möglichkeit mit dem Mac
- Office-Dokumente jedweder Art auf einem Smartphone-Display angucken
und noch einige andere Dinge mehr. Für die war ein Smartphone bisher notwendiges Übel und das damit aufgezwungene Windows mobile eher eine Zumutung, als eine Erleichterung. Zusätzliche Software wurde eh' nicht installiert, Hauptsache, mein Adressbuch war auf dem neuesten Stand.
Genau für die ist das iPhone das richtige Produkt.
--- Ende Zitat ---
Hast du je mals ein PDA-Smartphone genutzt? Ich nutze ein HTC P3600 und bin damit sehr zufrieden. Alles funktioniert so wie es soll und zusätzliche Software habe ich auch installiert. Ich schreibe und empfange täglich zig Emails, lese Ebooks, nutze ihn als MP3-Player, Kalender, Adressbuch usw. Ich mache damit einen großen Teil meiner Arbeit z.B. in der FS und SK. Gesynct wird via M$-Exchange-Server und der dann mit dem Mac und dem WinPC. Einzig allein ein GPS-Empfänger im Gerät selbst fehlt mir aber dafür gibt es ja BT-Lösungen.
Wie dem auch sei, mir wäre als "Prosumer" das iPhon einfach zu beschnitten. Ich mag die "Apple weiß was gut für dich ist und was du brauchst"-Mentalität nicht. Davon abgesehen sind 500 Euro für so ein Gerät zu teuer in meinen Augen. Der HTC hat 100 Euro + 2x 15 Euro für je 1GB MiniSD gekostet. Mehr darf so ein Gerät in meinen Augen auch nicht kosten. Eigentlich sind 130 Euro schon zu viel, wenn man gleichzeitig einen Handyvertrag mit bekommt. 500 Euro MIT Vertrag finde ich lächerlich. Das ist in etwa so realistisch, wie wenn Spielehersteller Spiele ausschließlich nur für Vista rausbringen und sich damit dann einen "Marktanteil" bei allen Spielern von 1% errechnen.
150 Euro wäre für mich das _äußerste_ für ein iPhone von Apple auszugeben aber nur, wenn man das iPhone auch mit Win Syncen kann und mehr und bessere Software rauskommt (z.B. fehlt mir ein VPN-Client und eine TeX-Software fürs iPhone).
Davon abgesehen: 240 x 320 oder auch 320 x 480 ist noch immer viel zu klein um ein "anständiges" Display zu haben. Ich kann mich noch dunkel an ein Zitat von einem namenhaften Softwarehersteller erinnern, wo dieser im übertragenen Sinne sagte: "Es ist einfach lächerlich einen Versuch zu starten Graphische Oberflächen auf kleiner als 640 x 480 nutzen zu wollen" oder so in etwa. Das Display vom HTC mit 240 x 320 ist eindeutig zu klein, nur wird ein iPhone mit 320 x 480 auch nicht sehr viel besser sein. Gut, es ist 2x so groß aber trotzdem noch weit davon entfernt auch nur annähernd "Optimal" zu sein. Selbst 640 x 480 fände ich eigentlich noch zu klein....
Mal nebenbei:
Mir würde es wirklich gefallen, wenn Apple jegliche Software die auch auf dem Mac läuft auch fürs iPhone kompatibel machen würde, ähnlich wie die UB-Software. Wenn dann noch OSX-Mobile
radneuerfinder:
Bin mit dem (qwertz) Tippkomfort meines Nokia 6822 ganz gut zufrieden. Auch Probetippen auf dem kleinen Nokia Communicator ließ sich ganz gut an.
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