ausblenden > Talk
Ich sehe was Du nicht siehst / Behörden-Trojaner
Florian:
--- Zitat von: MacFlieger am Mai 09, 2007, 13:30:52 ---Nein.
--- Ende Zitat ---
War falsch ausgedrückt von mir.
Das ist ja echt ulkig mit der Beantragung. Aber andererseits... so richtig genau anschauen tut einen auch als Erwachsener oft niemand... der Amtschimmel ist halt stärker als Schäubles Paranoia.
--- Zitat ---Ja, bereits heute brauchen neugeborene Babys bei Einreise in die USA einen maschinenlesbaren Reisepass wie Erwachsene, Kinderreisepässe reichen da auch schon nicht mehr.
--- Ende Zitat ---
Das wusste ich noch gar nicht. Das sie bei Erwachsenen spinnen natürlich schon, aber dann noch mal einen extra Pass... mannomann.
Habe mich neulich mit einem Akademiker unterhalten, der ursprünglich aus dem Libanon kommt. Er bekommt oft Einladungen aus den USA, will aber nicht mehr hinfahren wegen den wie er es sieht entwürdigenden Maßnahmen bei Einreise und teilweise wohl auch im Land selbst. Wer hat da den Verlust? So kann man ein Land auch zugrunde richten.
Wir machen leider genau das Gleiche in der Light-Version (oder vielleicht doch nicht light?).
warlord:
Ist nicht nur Schäuble. Ist bei uns offenbar auch schon ziemlich gleich:
--- Zitat ---Kindereinträge sind aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Kinder müssen ab Geburt einen eigenen Ausweis durch ihre gesetzlichen Vertreter beantragen lassen.
Bestehende Kindereinträge in Pässen des Modells 1985 sind noch bis zum Ablauf des Passes gültig, jedoch nicht länger als bis zum 15. Geburtstag des Kindes.
Für Kinder wird ab Geburt ein Foto verlangt. Auch wenn das Gesicht eines Babys noch nicht so aussagekräftig ist wie dasjenige eines Erwachsenen und sich auch rasch ändert, hat es dennoch bereits einige gut sichtbare Merkmale wie die Position der Ohren, die Augenform, usw. die einen Beitrag zur Identifikation leisten können. Die Identifikation von Kindern ist wichtig, z. B. um Kindesentführungen und Kinderhandel besser bekämpfen zu können. Weitere Angaben zur Qualität des Fotos finden Sie in der Fotomustertafel.
Minderjährige und Bevormundete müssen für die Beantragung eines Ausweises in Begleitung ihrer gesetzlichen Vertretung erscheinen. Kann die Zustimmung beider Elternteile nicht ohne weiteres vermutet werden, müssen beide Elternteile dem Ausweisgesuch zustimmen und das Antragsformular unterschreiben.
--- Ende Zitat ---
Patrick:
--- Zitat von: Florian am Mai 09, 2007, 13:45:36 ---Habe mich neulich mit einem Akademiker unterhalten, der ursprünglich aus dem Libanon kommt. Er bekommt oft Einladungen aus den USA, will aber nicht mehr hinfahren wegen den wie er es sieht entwürdigenden Maßnahmen bei Einreise und teilweise wohl auch im Land selbst. Wer hat da den Verlust? So kann man ein Land auch zugrunde richten.
--- Ende Zitat ---
Die Auswüchse des Patriot Act und der Homeland Security werden auch in den neueren Staffeln von "24" thematisiert. Da werden aufgrund der aktuellen Bedrohungslage schon mal Internierungslager für Arabischstämmige eingerichtet und wenn unbescholtene Bürger im Vorfeld auf ihre Rechte pochen, dann landen die ohne Umwege dort und werden "intensiv" verhört.
Wohnt ein Araber in der Nachbarschaft, wird er sofort für alles, was geschieht, verantwortlich gemacht und kann sich nur knapp der Lynchjustiz der liebenswerten Nachbarn entziehen.
Dummerweise erscheint mir ein solches Szenario in den Staaten absolut glaubhaft, auch wenn es momentan noch reine Fiktion ist. Sollte es aber mal jemandem gelingen, zB eine schmutzige Bombe auf amerikanischem Boden zu zünden, kann man sicher sein, daß der gesamte nahe Osten mit einem Bombenteppich überzogen wird, ohne nach dem wirklichen Verursacher zu suchen und die amerikanische Bevölkerung wird eine Hetzjagd auf alle veranstalten, die nur im entferntesten an einen Araber erinnern. Je höher die Zahl der Toten, desto schlimmer...
Florian:
Eine schmutzige Bombe ist ja wahrscheinlich von der Zahl der Toten her nicht so verheerend wie der 11.9.
Aber psychologisch ist die Bedrohung natürlich enorm.
Denkt man zumindest. Andererseits redet kaum noch jemand über die Anthrax-Anschläge im Gefolge des 11.9. oder gar an die Sarin-Anschläge dieser Sekte in Japan.
Kommt also wohl immer darauf an, wie sehr die jew. Regierung die unterschiedlichen Ereignisse ausschlachtet.
daveinitiv:
Ich streu mal etwas Pseudophilosophisches ein: Ist die Problematik um die Ängste vor Anschlägen, der Wunsch nach Sicherheit nicht dadurch geboren, dass ein jeder sich für nicht ersetzbar hält, dass jeder Mensch derart am Leben hängt.
Würde diese Art der Bedrohung in den Köpfen der Menschen rapide abnehmen, wenn man es einfach "fatalistisch" nehmen würde? Sprich: Wenn meine Zeit gekommen ist, dann ist es so. Ob durch Krankheit und Dahinsiechen oder plötzlichem Tod, der halt auch durch einen terroristischen Akt kommen kann.
Das soll nur mal eine Gedankenspritze sein, in wie weit wir von unserem Leben denken, dass es sinnvoll und erfüllend ist. Denn bin ich an dem Punkt, an dem ich sagen, "alles ist jut" und ich mich erfüllt fühle, warum sollte ich da Angst vor dem Tod haben?
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln