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Jetzt schimpfen Sie wieder auf die bösen Stromkonzere...

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MacFlieger:

--- Zitat von: MacFlieger am November 07, 2006, 08:16:16 ---Genaus deshalb finde ich die Schenkung des Netzes an ein Unternehmen für den größten Fehler. An diesem Symptom wird mit der Regulationsbehörde herumgedoktert, die auf faire Durchleitungsentgelte achten soll. Aber das ist immer nur ein Flicken an den Symptomen.

--- Ende Zitat ---

Die Problematik sieht man jetzt auch ganz gut bei VDSL.
Es ist völlig verständlich, wenn die T-Com sagt, daß sie in die neue Infrastruktur investieren und daher auch bevorzugt dort Geld kassieren wollen. Das kann ich völlig nachvollziehen.
Problematisch ist nur, daß die anderen Unternehmen derartige Investitionen gar nicht betreiben könnten, weil gerade die lezte Meile in Händen der T-Com ist. Eine Folge der Schenkung des bestehenden Netzes an nur ein Unternehmen.
Sinniger wäre es gewesen, wenn ein Unternehmen das Netz bekommen hätte und damit die Möglichkeit dort zu investieren. Jedoch dürfte dieses Unternehmen keine Endkunden-Leistungen erbringen und müßte allen anderen Unternehmen die gleichen(!) Bedingungen bieten, nicht wie bei den damals getrennten Telekom und T-Online, die sich untereinander quer finanzierten/subventionierten.
Also eine Trennung der Post in zwei völlig getrennte Unternehmen, eines für das bestehende Netz, Wartung und Ausbau und eines, das mit den anderen Unternehmen um die Endkunden konkurriert.

warlord:
Hier wird in der Sonntagspresse gerade gebeichtet, dass es im letzten Dezember in der Schweiz beinahe zu einem Blackout gekommen wäre. Weil es nicht dazu kam, hatte man das bisher verschwiegen.
Die Ursache der Probleme sei allerdings auch schon damals in Deutschland gelegen: In Norddeutschland hätten ideale Wetterverhältnisse zur Windstromproduktion geherrscht. Um diesen Strom aus dem Norden übernehmen zu können, wurden in Mitteldeutschland in grossem Umfang konventionelle Kraftwerke abgeschaltet. Die resultierende Asymmetrie von Verbrauchs- und Produktionsstandort hätte zu einem dramatischen Spannungsabfall geführt. Es sei damals eine ziemliche Zitterpartie gewesen.

Das zeigt in meinen Augen halt schon, dass ein Netz, in dem viele Köche ihre Süppchen kochen (und sie möglichst kostengünstig kochen möchten), halt einfach schon mehr Schwierigkeiten hat, das Gesamtkonstrukt stabil zu halten.

Florian:

--- Zitat von: warlord am November 12, 2006, 11:19:57 ---Das zeigt in meinen Augen halt schon, dass ein Netz, in dem viele Köche ihre Süppchen kochen (und sie möglichst kostengünstig kochen möchten), halt einfach schon mehr Schwierigkeiten hat, das Gesamtkonstrukt stabil zu halten.

--- Ende Zitat ---

Naja, aber in so einem internationalen Energieverbund kochen doch immer mehrere Köche mit und übrigens gab es in Deutschland auch vor den Privatisierungen keinen Alleinanbeter, sonder mehrere regionale.

radneuerfinder:
Nachdem was ich gelesen habe ist der Unterschied zu früher:

- Die Windkraftanlagen erzeugen zeitweise eine relevante Menge an Strom
- Das StromNetz ist ursprünglich für nur wenige Großkraftwerke gebaut worden und nicht für viele Einspeisepunkte. Deswegen wird die Stromqualität (Frequenz, etc.) zu grobmaschig überprüft.
- vor 20 Jahren Betrug die maximale Auslastung des Stromverteilung nur 70 %, heutzutage ist der Prozentsatz näher an 100 %. Das heißt der Spielraum für Fehler, Ausfälle, starke Nachfrage, etc. ist bedeutend kleiner.

Thyrfing:
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,SPM2362_VID3333216,00.html

Die Lösung.

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