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Jetzt schimpfen Sie wieder auf die bösen Stromkonzere...
fränk:
--- Zitat von: Florian am November 05, 2006, 22:00:35 ---Will also sagen: Nicht die Privatisierungen an sich sind schuld, sondern m.E. Kurzfrist-Denken der Verantwortlichen und ein nichtfunktionierender Wettbewerb unter den Stromkonzernen, um nicht zu sagen Nichtzulassung des Wettbewerbs durch eben diese.
--- Ende Zitat ---
Da "Kurzfristigkeit" aber seit einiger Zeit mit "erfolgreichem Management" gleich zu setzen ist, ist es also doch irgend wie die Privatisierung.
Man stelle sich vor, die Aufsichtsräte der Energieversorger hätten auf Renditen verzichtet und statt dessen Geld für die Pflege der Netze ausgegeben.
Die Aktionäre hätten ihnen die Köpfe abgerissen!
In den nächsten Tagen wird dann die Garde der "Pressesprecher" vor den Kameras erscheinen.
Die werden erklären das es gar keinen Stromausfall gegeben hat. Jedenfalls nicht so richtig, nicht so richtig schlimm und schon gar nicht gefährlich.
Wenn aber weiterhin an den angeblich zu hohen Strompreisen rumgemäkelt wird, dann könnte so etwas (also das was es eigentlich gar nicht gab) jedoch öfter geschehen.
warlord:
--- Zitat von: Florian am November 05, 2006, 22:00:35 ---Will also sagen: Nicht die Privatisierungen an sich sind schuld, sondern m.E. Kurzfrist-Denken der Verantwortlichen und ein nichtfunktionierender Wettbewerb unter den Stromkonzernen, um nicht zu sagen Nichtzulassung des Wettbewerbs durch eben diese.
--- Ende Zitat ---
Mit ersterem bin ich absolut einverstanden. Nur ist halt bei einer privatisierten Versorgung die Gefahr grösser, dass sich Kurzfrist-Denken durchsetzt.
Eigentlich bin ich ja kein Verfechter eines starken Staates. Aber bei der Grundversorgung (Strom, Wasser, und bis zu einem gewissen Grad auch Festnetz-Telekommunikation und Müllabfuhr) erschliessen sich mir die Vorteile von privaten Leistungserbringern nicht unbedingt. In diesen Bereichen kann es doch gar nie wirklichen Wettbewerb geben. Das liegt ja bis zu einem gewissen Grad schon in der Natur der Sache. Es kann ja nicht jede Firma ihre eigenen Leitungen ziehen und so dem Endverbraucher wirklich ihr eigenes Produkt anbieten und sich beim Produkt auch von der Konkurrenz unterscheiden. Sonst hätte unter jeder Strasse 5 Wasser-, 10 Strom-, 4 Abwasser- und 15 Telekom-Leitungen etc. Da muss es ja immer Zusammenarbeit geben, Verträge unter Firmen, Kungeleien, undurchsichtige Verbindungen, x Möglichkeiten sich da auch noch irgendwo (nicht unbedingt notwendigerweise) einzuschalten und ein paar Kröten abzuschöpfen. Letztlich bin ich wirklich skeptisch, ob eine privatisierte Grundversorgung a) billiger und b) besser als eine staatliche Grundversorgung ist.
radneuerfinder:
Im deutschen Festnetz klappt das bisher ganz gut mit dem Wettbewerb und der Zuverlässigkeit, finde ich. Ein Vorbild? NegativBeispiele gibts ja genug, z. B. die englische Bahn.
MacFlieger:
--- Zitat von: radneuerfinder am November 06, 2006, 08:47:01 ---Im deutschen Festnetz klappt das bisher ganz gut mit dem Wettbewerb und der Zuverlässigkeit, finde ich.
--- Ende Zitat ---
Wo klappt das denn gut?
Das gerade die Kurzfristigkeit von Entscheidungen ein wichtiges Mermal von gutem Managment ist, hatten wir ja auch schon in einem anderen Thread. Manager sind halt aktuell in.
radneuerfinder:
--- Zitat von: MacFlieger am November 06, 2006, 09:51:57 ---
--- Zitat von: radneuerfinder am November 06, 2006, 08:47:01 ---Im deutschen Festnetz klappt das bisher ganz gut mit dem Wettbewerb und der Zuverlässigkeit, finde ich.
--- Ende Zitat ---
Wo klappt das denn gut?
--- Ende Zitat ---
Bei mir. Ein Ausfall meines analogen Festnetztelefons ist während der letzten 10 Jahre nicht vorgekommen. Sogar während eines Stromausfalls ging es. Von anderen Leuten höre ich nix anderes. Und die Preise von z.B. Ferngesprächen sind in den letzten 10 Jahren von ca. 30 auf unter 2 Cent pro Minute gefallen.
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