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Greenpeace und Apple...
Jochen:
http://www.greenpeace.org/apple/
Jochen
warlord:
Hab neulich eine ziemlich treffende Betitelung für die Typen gelesen: Öko-Terroristen. :P
Chucky:
Nun, Greenpeace als Öko-Terroristen zu bezeichnen halte ich für überspitzt und unpassend. Sicherlich sind sie aber das "andere Extrem". Generell müssen wir aber irgendwo auch froh sein, dass es Organisationen wie Greenpeace überhaupt gibt. Wie gesagt. Generell.
Wir vergessen zu oft, dass auch Apple auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Und hier fällt auch manchmal die Umwelt zum Opfer. So unrecht hat Greenpeace dann nicht, obwohl die Kampagne schon nach Rufmord aussieht.
warlord:
--- Zitat von: Chucky am September 30, 2006, 12:23:27 ---Nun, Greenpeace als Öko-Terroristen zu bezeichnen halte ich für überspitzt und unpassend.
--- Ende Zitat ---
Ja, wenn es jener Autor war, den ich vermute, dann neigt er schon etwas zu extremen Formulierungen. Das Wort fiel, wenn ich mich richtig erinnere, in einem Artikel, in welchem es Gentechnik bei Lebensmitteln ging (und der Autor verteidigt eben diese).
Ich teile seine Betrachtung und Meinung soweit, dass NGO-Konzerne wie Greenpeace mit Selbstjustiz-Methoden vorgehen, gegen welche sich "Opfer" kaum verteidigen können. Das mag in einigen Fällen von sehr mächtigen "Opfern", gegen die rechtsstaatliche Vorgehensweisen kaum noch greifen können, ein gute Sache sein. Nicht immer aber sind die letztlich darunter leidenden "Opfer" von Greenpeace & Co. die wirklich Mächtigen, auf andere weise nicht Angreifbaren. Und nicht immer erweisen sich die von Greenpeace & Co. verfolgten Ziele auch im Nachhinein noch als unbedingt sinnvoll. Oder jedenfalls so eindeutig sinnvoll, dass sich eine mit Macht durchgesetzte einseitige Meinung ohne Berücksichtigung von Argumenten der Gegenseite rechtfertigen liesse. Insofern sind die Methoden von Greenpeace natürlich schon mit jenen von Terroristen vergleichbar. Auch die setzen einfach ihre Meinung mit Anwendung von Gewalt durch.
Die Betrachtungen in jenem Artikel gingen damals allerdings noch weiter. Es wurde darauf hingewiesen, dass die absoluten und konsequenten Gegner jeglicher Gentechnik im Lebensmittelbereich letztlich weit mehr Menschenleben auf dem Gewissen hätten, als jede Terrororganisation. Das ist natürlcih, wenn auchim Kern wohl nicht gänzlich unwahr, schon reichlich extrem und die besagten Menschenleben fallen nicht nur, oder nicht primär dem Nicht-Einsatz von Gentechnik zum Opfer.
Florian:
Tut mir leid, Begriffe wie "Öko-Terroristen" für Greenpeace finde ich komplett daneben. Terroristen sind schon etwas anderes... mit solchen Begriffen sollte man schon sehr vorsichtig umgehen und sie für die benutzen, die es verdient haben.
Zum Zweiten war Greenpeace schon selbst Opfer eines Sprengstoffanschlags des französischen Auslandgeheimdienstes, den man wohl viel eher (staats)terroristisch nennen könnte. Bei der Versenkung der ersten Rainbow Warrior innerhalb der recht treffend benannten Geheimdienstaktion "Operation Satanic" kam 1985 immerhin ein Greenpeace-Photograph ums Leben.
Zu der Kampagne:
Ich wüsste nicht, warum an Apple niedrigere Maßstäbe angesetzt werden sollten als an andere Firmen. Im Gegenteil: Wer sich immer wieder als die bessere Alternative darstellt, einen Apfel als Logo hat und sein ganzes Image auf der Idee des aufgeklärt denkenden Mensch gründet, der das Bessere will - der steht zurecht ganz besonders im prüfenden Grünlicht.
Nun ist die Kampagne vielleicht sehr holzschnittartig und durch die "We love Macs, but..."-Mache auch etwas zynisch. Frage mich nur, ob das bei Apples Verlautbarungen zum Thema nicht ganz ähnlich ist, denn da ist ja immer alles sonnig-positiv und Probleme, die es vielleicht noch gibt eben unabwendbar.
Wie auch immer: Ein gelungener PR-Streich ist es auf alle Fälle. Und warum sollten NGOs sich nicht dieser Mittel bedienen? Die Firmen nutzen sie schließlich noch sehr viel exzessiver.
Nun bin ich persönlich nicht der große Greenpeace-Freund, eben weil mir die Aktionen und Kampagnen zum Teil zu plakativ sind. Das ist aber für mich eine Frage des Geschmacks und nicht der Legitimität.
Bei falschen Angaben wäre es natürlich nicht mehr so, aber bitte erstmal diese nachweisen.
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