Nichtlebender Menschenkörper angeschwemmt

Das HFS+ bittet um ihre Mithilfe:

Vor sechs Tagen fand eine Schulklasse beim Strandausflug einen männlichen, nichtlebenden Körper im Bereich der Uferpromenade der Hauptstadt. Analysen der Meeresströmungen und des Algenbefalls weisen auf eine ein- oder zweimalige Inselumrundung der jenseitigen Person hin. Den Ablebezeitpunkt konnte man auf die Zeit zwischen Mitternacht und 12 Uhr Mittags am 19.4. eingrenzen. Die Ursache der Lebensbeendung ist ungeklärt.

Die Person ist noch zu identifizieren. Dunkelbraune, halblange Haare umrunden ein Gesicht, von dem man nichts mehr erkennen kann. Wohl aber stellte Gerichtsmediziner Hyronimus Bastel anhand der Gesichtsknochen ein ungefähres Abbild fertig. Bilder dieser Rekonstruktion sehen sie auf der Webseite des HFS+ unter „Medien/Downloads/Gemischtes“.
Zähne, Kiefer und Fingerkuppen sind leider nicht mehr vorhanden. Ein Identichip wurde nicht gefunden. Daher ist eine Identifizierung erschwert und ihre Mitarbeit wichtig.

Das HFS+ fragt daher sie als ehrenwerten Bürger:
Haben sie am Vormittag des 19.4. oder insbesondere in der Nacht von 18. auf 19.4. – es war der Abend des Apfelball-Länderkampfs gegen Dudoza – etwas Merkwürdiges gesehen oder gehört?
Natürlich richtet sich die Frage insbesondere an Küsten- und Flussanrainer.
Sollten sie selbst Jemanden vermissen und es widerrechtlich noch nicht gemeldet haben, sollten sie das jetzt tun. Vorbehaltlich weiterer Vergehen wird über diese Verletzung des Freiheitsschutzüberwachungsgesetzes hinweg gesehen.
Sollten sie sich im Bild selbst erkennen, ist anzunehmen, dass sie sich irren. Rufen sie bitte nicht an.

Der erwähnte Angeschwemmte ist schon der vierte unidentifizierte Nichtmehrleber, der den Behörden in den letzten 12 Monaten die Arbeit schwer macht. In Anbetracht dessen prüft das HFS+ nunmehr, ob eine Serie vorliegt und die Wissenschaftliche Lehranstalt für abnormes Negativverhalten (WLAN) hinzugezogen werden sollte.

Das HFS+ möchte in diesem Zusammenhang auf seine Aktion „Chips retten Leben bzw. Namen“ hinweisen. Der HFS+-Chip „Caruso“ wird schmerzfrei implantiert, auch nachoperative Probleme sind nicht bekannt. Energie bezieht er aus den nachvitalen bakteriellen Prozessen. Für nur 800 AI-Mark inklusive Schmerzmittel erwerben sie die Sicherheit, dass die Behörden immer wissen, wer sie sind bzw. waren. Ein Trost für jede Person ohne Blutkreislauf, wie unisono zu vernehmen ist.
Das Model „Caruso 2000+“ bietet für nur 999 AI-Mark noch mehr! Der integrierte, batteriegetriebene Super-GPS-Chip sorgt dafür, dass wir schon zu ihrer Hierzeit per Livefeed ein Auge auf ihre Sicherheit werfen können!

Die Aktion läuft nur noch unbestimmte Zeit, also handeln sie noch heute und beweisen sie ihre staatsbürgerliche Verantwortung gegenüber ihrer Selbst und ihrer Familie!


Dies war eine Nebelkerze zu dieser Geschichte, wie immer loyal serviert vom Königlichen Kurier.

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